Ärzte Zeitung, 08.11.2012

Senioren

Arzneien stören Gedächtnis

NEU-ISENBURG (eis). Gedächtnisstörungen alter Menschen sind oft durch Arzneien bedingt, betonen Forscher vom Montreal Geriatric University Institute (Drugs & Aging 2012; 29: 639).

Sie haben 162 Studien zu Substanzen analysiert, die potenziell an cholinergen, GABAergen, Histamin- oder Opioid-Rezeptoren im Hirn binden.

In den 68 Studien zu Benzodiazepinen ergaben sich dabei übereinstimmend Beeinträchtigungen von Erinnerung und Konzentration.

Ebenso wurden 12 Studien zu Antihistaminika und 15 zu trizyklischen Antidepressiva ausgewertet; auch hier fanden sich ausgelöste Defizite bei Aufmerksamkeit und Informationsverarbeitung.

Schlafmittel, Antihistaminika der ersten Generation und trizyklische Antidepressiva sollten bei Senioren vermieden werden, betonen die kanadischen Forscher. Patienten sollten über sichere Alternativen aufgeklärt werden.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

ALS ist mit Demenz eng verwandt

Stephen Hawking ist wohl der berühmteste Patient, der an Amyotropher Lateralsklerose leidet.Forscher haben nun herausgefunden, dass ALS und temporale Demenz eng verwandte Krankheitsbilder sind. Das könnte Einfluss auf das Diagnoseverfahren haben. mehr »

Innovationsfonds startet in die Versorgungsrealität

Der Innovationsfonds ist offiziell in die Umsetzungsphase gestartet. Die 300 Millionen Euro für das Jahr 2016 teilen sich 91 Versorgungs- und Forschungsprojekte. mehr »

Sind Computer bald die besseren Psychotherapeuten?

Immer mehr Online-Psychotherapien drängen auf den Markt. Die meisten sind weder besonders einfühlsam noch allzu intelligent. Dennoch sind die Erfolge erstaunlich. mehr »