Ärzte Zeitung, 16.12.2013

Demenz

Ältere für Studie gesucht

Wie entwickeln sich Gedächtnisstörungen? Das wird jetzt an der Uniklinik Heidelberg untersucht.

HEIDELBERG. Bei vielen älteren Menschen kündigt sich eine Alzheimer-Demenz im Frühstadium durch den Verlust des autobiografischen Gedächtnisses an: Betroffene können sich an Teile ihrer Lebensgeschichte nicht erinnern.

Welche Veränderungen sich dabei im Gehirn abspielen und wie solche Gedächtnisstörungen bis hin zur Alzheimer-Demenz verlaufen, untersuchen Wissenschaftler der Universitätsklinik für Allgemeine Psychiatrie Heidelberg in einer Studie.

Dafür suchen sie gesunde Teilnehmer zwischen 70 und 95 Jahren, teilt die Uniklinik mit. Die Studienergebnisse sollen dazu beitragen, bessere Vorbeugungs- und Therapiemöglichkeiten für Gedächtnisstörungen zu entwickeln.

Die Probanden nehmen an einer MRT ohne Kontrastmittel teil. Zusätzlich werden einige Teilbereiche der geistigen Leistungsfähigkeit, etwa allgemeine Gedächtnisfunktionen, mit geeigneten neuropsychologischen Verfahren getestet sowie ein Interview über autobiografische Erinnerungen geführt. (eb)

Mehr Infos per Tel.: 06221 / 564480(besetzt Mo bis Do von 8 - 15 Uhr)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Medikamente auch einmal beherzt absetzen!

Viele Ärzte scheuen sich, Medikamente abzusetzen - obwohl sie wissen, dass dies Patienten oft hilft. Neuseeländische Wissenschaftler haben zwei paradoxe Gründe dafür gefunden. mehr »

Geht's auch etwas modischer in der Klinik?

Unsere Bloggerin Dr. Jessica Eismann-Schweimler hat Verständnis für die Klinik-Kleidungsvorschriften. Doch mit ein klein wenig Fantasie könnte man auch den unvermeidlichen Kasack hübscher gestalten, meint sie. mehr »

Sport im Alter schützt vielleicht vor Demenz

Dass Sport nicht Mord bedeutet, wissen Forscher schon lange. Jetzt haben Alters- und Sportwissenschaftler messen können, wie Sport das Gehirn im Alter verändert. Dient Fitness als Demenzprävention? mehr »