Diabetes

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Modul: Strategien zur Gewichtsreduktion bei Typ-2-Diabetes

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Ärzte Zeitung, 28.01.2004

Laktatazidose auch bei hohen Dosen Metformin selten

Therapie bei Typ-2-Diabetes

WÖRNBRUNN (sto). Was ist bei adipösen Patienten mit Typ-2-Diabetes zu tun, wenn deren Stoffwechsel sich durch Diät allein nicht stabilisieren läßt oder eine Therapie mit Sulfonylharnstoff nicht hilft? Dann ist für Professor Petra-Maria Schumm-Draeger vom Krankenhaus München-Bogenhausen Metformin Mittel der Wahl.

Mit Metformin werde eine effektive Senkung vor allem des erhöhten Nüchternblutzuckers erreicht, sagte Schumm-Draeger bei den Grünwalder Gesprächen in Wörnbrunn, die vom Unternehmen Merck KGaA initiiert worden sind.

Würden die Kontraindikationen für das Biguanid beachtet, sei die Metformin-Therapie sicher, betonte sie. Eine Laktat-Azidose sei extrem selten. Selbst Dosen zwischen 500 mg/Tag und 2000 mg/Tag erhöhten nicht die Häufigkeit. Bei guter Stoffwechselkontrolle und Gewichtsreduktion bestehe auch kein Hypoglykämierisiko.

Die antihyperglykämische Wirkung von Metformin, vom Unternehmen als Glucophage® angeboten, nimmt mit steigenden Tagesdosen zwischen 500 und 2000 bis 3000 mg kontinuierlich zu, wie eine Untersuchung zur Dosis-Wirkungs-Beziehung belegt.

Dabei sei es ab einer Metformin-Dosierung von 1000 mg im Vergleich zu Placebo zu einer statistisch signifikant häufigeren, ausgeprägten Senkung des Nüchternblutzuckers gekommen, berichtete Schumm-Draeger. Am deutlichsten war die Wirkung bei 2000 mg Metformin täglich.

Unerwünschte Magen-Darm-Effekte, die bei etwa 20 Prozent der Patienten auftreten, könnten mit vorübergehender Senkung der Dosis und einer langsamen Steigerung vermieden werden, so die Forscherin.

Bei unzureichender Stoffwechselkontrolle trotz optimal dosierter Metformin-Therapie könne die Substanz sehr gut auch mit anderen oralen Antidiabetika sowie mit Insulin kombiniert werden, sagte Schumm-Draeger. Interessant sei die Kombination von Metformin mit einem Glinid (zum Beispiel Nateglinid, vom Unternehmen als Starlix® angeboten). Damit werde der kardiovaskulären Trias aus Nüchtern- und postprandialer Hyperglykämie und erhöhtem HbA1c besonders gut entgegengewirkt.

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