Ärzte Zeitung, 04.02.2004

Online-Fortbildung Diabetes wird gut genutzt

Testergebnisse von niedergelassenen Ärzten und Klinikern sind überwiegend sehr gut gewesen

DÜSSELDORF (iss). Bei der Online-Fortbildung des Deutschen Diabetes-Forschungsinstituts haben Ärzte ihr gutes Grundlagenwissen unter Beweis gestellt. Im vergangenen Jahr waren 85 Prozent aller Wissenstests, die unter www.diabetes-cme.de abgelegt wurden, erfolgreich.

Auf der Website können Ärzte Kurse zu 15 diabetes-bezogenen Themen auswählen, ihr Wissen überprüfen und auf den neuesten Stand bringen. Sie können dann einen Test ablegen, der online ausgewertet wird. Die Fortbildung ist von der Nordrheinischen Akademie für Fortbildung zertifiziert. Wer besteht, bekommt drei Punkte für ein Fortbildungszertifikat.

Sehr gute Testergebnisse erzielten die Mediziner bei Diabetes und Übergewicht (97 Prozent erfolgreich), Ernährung bei Diabetes mellitus (95 Prozent) sowie Therapieziele und Behandlungsstrategien beim Diabetes mellitus (93 Prozent). "Die Ärzte kennen sich in den Grundlagen sehr gut aus", sagt Dr. Thomas Baehring von der Universität Düsseldorf. Die höchste Durchfaller-Quote gab es mit 55 Prozent beim Kursus "Autonome diabetische Neuropathien".

Jeden Monat besuchen 1000 Internet-Nutzer die Online-Fortbildung. Davon sind 51 Prozent niedergelassene Ärzte und 24 Prozent Klinikärzte. Elf Prozent gehen anderen ärztlichen Tätigkeiten nach. Unter den Medizinern sind 41 Prozent Allgemeinmediziner und 34 Prozent Internisten, so Baehring.

Bisher haben sich knapp 500 Nutzer persönlich für die Wissenstests registrieren lassen. Von ihnen hat jeder im Schnitt zwei Prüfungen abgelegt. "Wenn jemand einen Test nicht besteht, wird das nur anonymisiert registriert", betont Baehring. Das Fortbildungsprojekt wird gefördert vom Verbund pharma-aktuell.de der Unternehmen Bayer Vital, Boehringer Ingelheim, GlaxoSmithKline und Merck.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Zahl der Behandlungsfehler stagniert

"Fehler passieren, auch in der Medizin. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass Patienten durch einen Behandlungsfehler zu Schaden kommen, ist extrem gering." So lautete das Fazit von Dr. Andreas Crusius bei der Vorstellung der Behandlungsfehlerstatistik. mehr »

Naturvolk mit erstaunlich gesunden Gefäßen

In einer geradezu heroischen Studie haben US-Forscher Eingeborene der Amazonas-Region zur Calcium-Score-Messung in einen CT-Scanner geschoben. Noch nie wurde ein Volk mit so gesunden Arterien beschrieben. mehr »

Dann ist ein Hausbesuch abrechenbar

Die vollständige und vor allem korrekte Abrechnung der so genannten Leichenschau stellt Ärzte immer wieder vor Probleme. Beispielsweise stellt sich die Frage nach der eigenständigen Berechnung des Hausbesuchs. mehr »