Ärzte Zeitung, 08.09.2004

Doppelter Erfolg mit neuartiger Diabetestherapie

INDIANA (ple). Bei Patienten mit Typ-2-Diabetes ist der Glukagon-Spiegel im Blut erhöht. Zumindest im Tierversuch lassen sich offenbar Zeichen eines Typ-2-Diabetes durch Blockade des Gens für den Glukagon-Rezeptor abschalten.

Wie US-Forscher in Zusammenarbeit mit deutschen Wissenschaftlern herausgefunden haben, gelingt es bei Mäusen mit kurzen Nukleinsäure-Ketten - Antisense-Moleküle - den Blutzucker zu normalisieren, die Glukosetoleranz zu verbessern und die Insulinsekretion zu erhalten (J Clin Investigation 113/11, 2004, 1571).

Durch die Gen-Hemmung wird die Glukagon-vermittelte Glukose-Synthese in der Leber unterdrückt. Zudem steigt die Serumkonzentration von Glukagon-ähnlichem Peptid sowie die Insulinspiegel in den Beta-Zellen des Pankreas.

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