Ärzte Zeitung, 22.09.2004

Schweizer und Australier erhalten Diabetologen-Preis

Hellmut-Mehnert-Preis für Arbeit zur Diabetes-Prävention

MÜNCHEN (hbr). Den begehrten Hellmut-Mehnert-Preis für Diabetologen teilen sich in diesem Jahr Professor Jean-Philippe Assal aus der Schweiz und sein australischer Kollege Professor Paul Zimmet.

Preisverleihung: v.l.n.r. Dr. Tjark Reblin, GSK; Prof. Paul Zimmet; Prof. Harry Keen, Chairman Award Committee; Prof. Jean-Philippe Assal. Foto: GlaxoSmithKline

Die Auszeichnung wurde bei der Jahrestagung der europäischen Diabetesgesellschaft in München verliehen. Beide Preisträger haben sich um die Prävention in der Diabetologie verdient gemacht. Paul Zimmet, der das internationale Diabetesinstitut in Melbourne in Australien leitet, erhielt den Preis für seine Arbeiten zur Epidemiologie des Diabetes mellitus und zu den Krankheitsursachen. In München warnte er vor der "größten Epidemie in der Menschheitsgeschichte", auf die eine Welle von kardiovaskulären Krankheiten folgen werde.

Jean-Philippe Assal vom Universitätshospital Genf ist Mitbegründer der Studiengruppe zur Diabetesschulung der europäischen Diabetesgesellschaft und Direktor des WHO Collaborating Diabetes Center in Genf. Bei der WHO hat er sich etwa für die Verbesserung der Diabetikerbetreuung eingesetzt.

Der Preis, benannt nach dem Münchener Diabetologen Professor Hellmuth Mehnert, wird seit 1998 alle zwei Jahre vergeben. Er ist mit insgesamt 50 000 Euro dotiert und würdigt Leistungen, die die Prävention von Diabetes mellitus und Diabetes-Folgeschäden fördern. Stifter sind die UNESCO und die Deutsche Diabetes-Union, Sponsor ist das Unternehmen GlaxoSmithKline.

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