Ärzte Zeitung, 17.05.2005

Über 60 000 Menschen wurden mit Diabetes-Aufklärungsaktion erreicht

Viele Besucher nutzten das Angebot, ihr persönliches Diabetes-Risiko zu überprüfen

MÜNCHEN (sto). Die Diabetes-Aktionstage "Gesünder unter 7" sind am Samstag in München zu Ende gegangen. Die Bilanz: Insgesamt 60 000 Besucher wurden an Informationsständen in sieben Städten registriert.

Die von Sanofi-Aventis getragene Aufklärungsaktion startete am 11. März in Berlin und war an sieben Wochenenden in sieben großen Einkaufszentren in Deutschland zu Gast. Dort konnten sich Passanten über Diabetes informieren und ihr persönliches Diabetes-Risiko testen. So haben über 7 500 Frauen und Männer die angebotenen Messungen von Blutzucker, Blutdruck und Taillenumfang genutzt. Die Ergebnisse werden jetzt ausgewertet und sollen im Herbst bekannt gegeben werden.

Mit der Kampagne sollte der Öffentlichkeit deutlich gemacht werden, daß es für Patienten mit Diabetes einfache und wirksame Therapien gibt, sagte Dirk Ullrich von Sanofi-Aventis zum Abschluß der Aktion, die auch von der "Ärzte" Zeitung unterstützt wurde. Ziel einer Behandlung sollte ein HbA1c unter sieben Prozent sein, deshalb auch das Motto der Aktion "Gesünder unter 7". Damit dieses Ziel erreicht werden kann, müsse aber auch die volle Erstattungsfähigkeit wirksamer Medikamente erhalten bleiben.

Schwerpunktthema der Münchner Aktionstage waren Herzinfarkt und Schlaganfall. Mehr als 75 Prozent der Patienten mit Diabetes sterben daran, berichtete Professor Diethelm Tschöpe aus Bad Oeynhausen. Dieser Gefahr seien sich viele Diabetiker nicht bewußt. Da Diabetiker häufig auch eine Neuropathie haben und so Schmerzen mitunter schlecht wahrnehmen, werde ein Herzinfarkt oft viel zu spät erkannt, sagte Tschöpe.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Was neue Onkologika den Patienten tatsächlich bringen

Ist das Glas halb voll oder halb leer? Neue Onkologika haben die Überlebenszeit von Krebspatienten in den vergangenen zwölf Jahren im Schnitt um 3,4 Monate verlängert. Dieser Vorteil geht oft zulasten der Sicherheit. mehr »

Kassen und KBVdrücken aufs Tempo

Bisher trat die Selbstverwaltung bei der Digitalisierung eher als Bremser auf. Bei den Formularen geben KBV und Kassen jetzt Gas: Im Juli kommt der digitale Laborauftrag. mehr »

"Weiterbildung auch mit Kind zügig möglich - im Verbund!"

Eine strukturierte Weiterbildung, die auch mit Elternzeit nur sechs Jahre dauert? Das ist möglich, sagt Dr. Sandra Tschürtz. Die angehende Allgemeinmedizinerin steht vor ihrer Facharztprüfung – und blickt für die "Ärzte Zeitung" auf ihre Zeit in einem Weiterbildungsverbund zurück. mehr »