Diabetes

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Modul: Strategien zur Gewichtsreduktion bei Typ-2-Diabetes

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Ärzte Zeitung, 15.12.2005

Plädoyer für die Diabetes-Früherkennung

Bei jedem zweiten Typ-2-Diabetiker sind bei der Diagnose die Gefäße geschädigt / Jährlicher Check ab 45 Jahren

HAMBURG (hbr). "Nicht-Diabetiker hüten wir nach dem ersten Herzinfarkt wie ein rohes Ei: Sie bekommen ASS, Cholesterinsenker und Blutdrucksenker. All das müßten wir auch Diabetikern geben, bevor sie etwas am Herzen haben", so Professor Thomas Haak.

Denn die kardiovaskuläre Sterblichkeit von Diabetikern ist schon frühzeitig hoch. Im Gegensatz zu Nicht-Diabetikern, von denen nur zwei Prozent den ersten Herzinfarkt nicht überstehen, überleben 16 Prozent der Diabetiker den ersten Herzinfarkt nicht. So hoch steigt das Risiko für Nicht-Diabetiker erst beim zweiten Infarkt, so Haak bei einer Veranstaltung des Unternehmens Lilly in Hamburg.

    16 Prozent der Diabetiker sterben am ersten Infarkt.
   

Diabetiker müssen konsequent therapiert werden, folgert er. Dazu gehören nicht nur optimierte Blutzuckerwerte. Das LDL-Cholesterin sollte unter 100 mg/dl liegen, HDL über 40 und für die Triglyzeride gilt eine Grenze von 150 mg/dl. Zur Gefäßprotektion empfiehlt Haak zudem ASS. Wichtig sei auch, den Blutdruck mindestens unter 140/90 mm Hg zu senken, besser noch tiefer.

Für das früh erhöhte kardiovaskuläre Risiko könnte Bedeutung haben, daß Typ-2-Diabetes lange unerkannt bleibt. Dann können schon Gefäßschäden entstehen. Das belegt eine Münchner Studie mit Diabetikern, deren Diagnose höchstens sechs Monate zurücklag: 41 Prozent hatten Herzkreislauf-Krankheiten, jeder vierte hatte einen Nierenschaden, fast alle hatten Hypertonie und abnorme Lipidwerte.

Haak plädiert deshalb für verstärkte Früherkennung und Prävention des Typ-2-Diabetes. Ein jährlicher Früherkennung-Check lohnt bei Patienten ab 45 Jahren. Der Diabetologe vom Diabetes-Zentrum Mergentheim empfiehlt ihn auch für jüngere Patienten mit Risikofaktoren: Body Mass Index über 27 kg/m², eine positive Diabetes-Familienanamnese, die Geburt makrosomer Kinder oder ein Schwangerschaftsdiabetes. Auch Hypertonie und Fettstoffwechselstörungen machen mißtrauisch.

Ausfürliche Informationen zu Diabetes zum Beispiel in einem Essay in "Springer Lexikon Medizin"

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