Ärzte Zeitung, 07.11.2006

KOMMENTAR

Auf dem Weg zu einer Zelltherapie

Von Heinz Dieter Rödder

Für Diabetiker gibt es gute Therapien, mit denen sich die chronische Krankheit beherrschen läßt. Eine Heilung oder zumindest eine Reparatur der Schäden im Körper gibt es nicht. Bringt uns auch in diesem Fall ein Ansatz der Lösung näher, den viele Forscher auf vielen Gebieten beschreiten: die Stammzelltherapie?

In der Tat zeichnen sich neuerdings offenbar Fortschritte ab. Bereits vor drei Jahren wurden Experimente vorgestellt, in denen es gelungen ist, blutbildende Stammzellen aus dem Knochenmark von Probanden in insulinproduzierende Inselzellen umzuwandeln. Die Zellen haben nach Aktivierung den insulinproduzierenden Betazellen sehr geähnelt. So weit, so gut.

Einen überraschenden Schritt weiter gekommen sind jetzt Wissenschaftler aus New Orleans. Ihnen gelang es mit Stammzellen aus dem Knochenmark von Menschen nicht nur die Reparatur von insulinproduzierenden Beta-Zell-Geweben in Mäusen anzustoßen. Die Zellen haben sich zudem in glomeruläre Endothelzellen differenziert.

Gelänge eine solche Therapie bei Diabetikern, wäre damit nicht nur eine ursächliche Therapie möglich, sondern zudem eine Behandlung gegen einen typischen Folgeschaden.

Lesen Sie dazu auch:
Knochenmark-Infusion als Option für Diabetiker?

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »