Ärzte Zeitung, 28.03.2007

Blutmarker zeigen hohes Risiko für Diabetes an

MÜNCHEN (wst). Wenn Übergewichtige ihr Gewicht reduzieren, sinkt üblicherweise auch ihr Risiko, an Typ-2-Diabetes zu erkranken. Menschen, die trotz Gewichtsabnahme ein erhöhtes Diabetesrisiko haben, lassen sich möglicherweise an Entzündungsmarkern im Blut erkennen.

Darauf hat Professor Klaus Parhofer vom Klinikum München Großhadern auf einer Pressekonferenz beim Weltkongress über Trauma, Schock, Entzündung und Sepsis in München hingewiesen. Mit der Masse an Bauchfett steigt in der Regel auch der Serumspiegel von mehreren Entzündungsmediatoren und -markern im Blut.

Umgekehrt normalisieren sich diese entzündungsspezifischen Laborwerte wieder, wenn die Betroffenen Gewicht verlieren. Bei einem kleinen Teil der Patienten bleiben aber die Entzündungszeichen trotz Gewichtsabnahme hoch. Nun gebe es immer mehr Hinweise darauf, dass diese Patienten ihr Diabetes-Risiko durch Abnehmen deutlich weniger beeinflussen können als die Durchschnittsbevölkerung, wie Parhofer berichtete.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »