Diabetes

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Modul: Strategien zur Gewichtsreduktion bei Typ-2-Diabetes

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Ärzte Zeitung, 26.04.2007

Diabetes-Risiko-Test hilft bei der Prävention

Test ermittelt Wahrscheinlichkeit eines Diabetes Typ 2 / Nutzen von Lebensstiländerungen wird sofort gezeigt

BERLIN (hub). Mit einem Test im Internet können Patienten ihr Diabetes-Risiko ermitteln. Anhand von acht Parametern errechnet der "Diabetes-Risiko-Score" (DRS) die Wahrscheinlichkeit, innerhalb der nächsten fünf Jahre an Diabetes Typ 2 zu erkranken. Die Daten, auf denen der Test beruht, stammen aus Deutschland.

So sieht das Ergebnis des DRS-Tests aus. Außer dem Risiko werden Handlungsoptionen zur Risikominderung genannt - mit möglichem neuen Ergebnis. Foto: ÄZ

Fünf Minuten dauert es, und die nötigen Werte sind am Computer eingetippt: Taillenumfang, Alter (35 bis 65 Jahre), Art und Dauer von Bewegung, Ernährungsgewohnheiten. Der Diabetes-Risiko-Test errechnet im Nu daraus das Diabetes-Risiko: "Sie haben ein Risiko von 15 Prozent, innerhalb der nächsten fünf Jahre an Typ-2-Diabetes zu erkranken" steht dann etwa auf dem Monitor.

Bei ihr ist das Diabetes-Risiko ganz offensichtlich erhöht. Foto: Imago

Der Clou des DRS: Die Patienten können sich sofort ein Bild machen, was passieren würde, wenn sie ihre Gewohnheiten änderten, etwa sich mehr bewegen, mehr Vollkornbrot essen oder den Bauchumfang verringern. Eine Reduktion des Fleischverzehrs oder höherer Konsum von Vollkornbrot oder mehr Zeit für Bewegung können eingegeben werden.

Positive Effekte auf das Diabetes-Risiko werden sofort sichtbar. Dies ist eine starke Motivation für die Patienten, selbst etwas zu tun, ihren Lebensstil zu ändern und ihr Diabetes-Risiko zu senken. Mit dem "Diabetes-Risiko-Score" werden also auch die Kollegen in ihrem Bemühen unterstützt, die Patienten zu Lebensstiländerungen zu motivieren.

Entwickelt haben den Risiko-Test Forscher des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung (DIfE) in Potsdam. Daten von fast 10 000 Männern und über 15 000 Frauen der EPIC*-Studie haben sie dazu ausgewertet (Diabetes Care 30, 2007, 510). Von diesen Menschen erkrankten während der durchschnittlichen Beobachtungszeit von sieben Jahren 849 an Typ-2-Diabetes.

"Für die nahe Zukunft soll der DRS auch in gedruckter Form vorliegen", sagte DIfE-Sprecherin Dr. Gisela Olias zur "Ärzte Zeitung". Dann kann der Diabetes-Risiko-Test ähnlich wie die Herzinfarkt-Tests Procam und Framingham auch in der Praxis eingesetzt werden.

Den Test gibt es im Internet unter: http://drs.dife.de

*EPIC steht für European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition

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