Diabetes

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Modul: Strategien zur Gewichtsreduktion bei Typ-2-Diabetes

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Ärzte Zeitung, 17.04.2007

Krafttraining während Dialyse hält Patienten fit

Gewichte heben und Dehnungsübungen erhöhen nicht nur Muskelkraft, sondern senken auch CRP-Spiegel

SYDNEY (ner). Schluss mit Fernsehen und Lesen während der Dialyse: Wenn es nach australischen Ärzten geht, sollten Patienten in Dialysezentren besser Gewichte heben und Dehnungsübungen machen. Das erhöht Fitness sowie Vitalität und lässt Fettpolster schmelzen.

Schlafen, fernsehen oder lesen - so verbringen viele Dialyse-Patienten ihre Stunden während der Prozedur. Muskelschwäche sei deshalb sehr verbreitet und begünstige den vorzeitigen Tod, vor allem, wenn noch ein Typ-2-Diabetes und kardiovaskuläre Probleme vorliegen, berichtet Dr. Bobby Cheema von der Universität Sydney.

Bereits seit 1986 beschäftigen sich Cheema und seine Kollegen mit Sport bei Dialyse-Patienten. Jetzt haben sie 24 Patienten im Durchschnittsalter von 62 Jahren zwölf Wochen lang einem intensiven Krafttraining während der Dialyse unterzogen und die Ergebnisse mit 25 Patienten ohne Training verglichen (J Am Soc Nephrol online).

Dreimal wöchentlich trainierten die Patienten im Dialyse-Stuhl ihre Arme, Beine und die Bauchmuskulatur mit Gewichten sowie mit einem Thera-Band, und zwar mit ausgewählten zehn Übungen und unter ständiger Supervision. Der Shunt-Arm wurde stets vor Beginn der Dialyse trainiert. Nach zwölf Wochen hatten Muskelmasse, Muskelkraft und Ausdauer im Vergleich zur Kontrollgruppe deutlich zugenommen, proinflammatorische Marker hatten abgenommen. So steigerte sich in der Trainings-Gruppe etwa die Muskelkraft gemessen mit einem Dynamometer um 15,2 kg.

In der Kontrollgruppe dagegen verringerte sie sich um 2,4 kg. Oberarm- und Oberschenkelumfänge nahmen in der Sportgruppe signifikant zu, der CRP-Spiegel sank im Vergleich deutlich. Die Fettdepots im Muskel, gemessen per Computertomografie, waren nach dem Training ebenfalls reduziert.

Der Ablauf der Dialyse werde durch den Sport nicht beeinträchtigt, so Cheema und seine Mitarbeiter. Zudem gebe es keine Unterschiede bei Dialyse-bezogenen Beschwerden wie Kopfschmerzen, Hypotonie oder Probleme mit dem arteriovenösen Shunt. Dagegen berichteten die Patienten über eine erhöhte Vitalität und Lebensqualität, was mit einem Fragebogen dokumentiert worden war. Fazit der australischen Kollegen: Fitness-Übungen sollten auf Hämodialyse-Stationen zur Standardpraxis werden.

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