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Auszeichnung für Arbeiten zu Insulinwirkung im Gehirn

WIESBADEN (eb). Der Tübinger Internist Dr. Otto Tschritter ist für seine Studien über die Wirkung von Insulin im Gehirn mit dem Theodor-Frerichs-Preis der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin ausgezeichnet worden. Der Preis ist mit 20 000 Euro dotiert.

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Tschritter hat nachgewiesen, dass Insulin entgegen bisheriger Erkenntnisse auch im Gehirn wirksam ist. In tierexperimentellen Studien hat er gezeigt, dass die Insulinrezeptoren im Gehirn wichtig für die Regulierung des Körpergewichts sind. Ihm gelang zudem der Nachweis, dass die Anwendung von Insulin bei schlanken Menschen Reaktionen im Gehirn auslöst. Bei übergewichtigen Versuchsteilnehmern war das nicht der Fall. Tschritter ist Assistenzarzt an der Universität Tübingen in der Abteilung für Endokrinologie.

"Tschritter hat damit als erster nachgewiesen, dass es beim Menschen eine Insulinresistenz des zentralen Nervensystems gibt und dass diese möglicherweise mit der Entstehung von Übergewicht und Typ-2-Diabetes in Verbindung steht", begründete das Preiskomitee der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) seine Entscheidung. Aus den Forschungsergebnissen lassen sich möglicherweise ganz neuartige therapeutische Ansätze zur Therapie bei Übergewicht und Typ-2-Diabetes oder auch zur Vorbeugung ableiten, so das Preiskomitee weiter.

Der Preis ist nach dem ersten Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin - dem Internisten Friedrich Theodor von Frerichs - benannt. Die DGIM verleiht den Preis jährlich bei der Eröffnung des Internisten-Kongresses in Wiesbaden.

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