Ärzte Zeitung, 18.05.2007

Blutzuckermessen für Blinde wird einfacher

HAMBURG (ugr). Für Diabetiker, die erblindet sind, ist das Diabetes-Management besonders schwierig. Mit einem neuen, sprachunterstützten System zur Blutzuckermessung gelingt dies nun besser.

Das Accu-Chek® Voicemate Plus ist ein kleines Gerät im Handy-Format, das mit wenigen, fühlbar markierten Tasten und einem Lautsprecher versehen ist. Es wurde zusammen mit dem Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) entwickelt und ist seit April erhältlich. Das Gerät besteht aus dem Accu-Chek® Voicemate Plus Sprachgerät und dem Accu-Chek® Compact Blutzuckermesssystem. Während des Messvorgangs unterstützt das Sprachgerät den Anwender mit einfachen, gesprochenen Anleitungen, demonstrierte Diana Droßel, Bundesbeauftragte Diabetes im DBSV, bei einer Veranstaltung des Unternehmens Roche Diagnostics zum Diabetes-Kongress in Hamburg. Droßel ist selbst Diabetikerin und seit 1982 blind.  So sagt das Gerät an, wann das Blut auf den Teststreifen aufgetragen werden muss. Der ermittelte Wert wird angesagt. Dank der integrierten Stechhilfe und Teststreifentrommel des Messsystems sind alle Utensilien stets mit einem Griff parat. Außerdem bietet das Gerät ein sprachgestütztes Diabetes-Tagebuch. Über eine USB-Schnittstelle können Daten ohne weitere Software auf den Arzt-Computer übertragen werden.

Der Accu-Chek Voicemate Plus kostet 89,90 Euro und wird nach Herstellerangaben von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

"Digitalisierung lässt sich nicht klein hoffen"

Die Digitalisierung lässt sich nicht aufhalten, die Ärzte sollten sich daher aktiv daran beteiligen, appellierte der Blogger Sascha Lobo auf dem Ärztetag. mehr »

Alle wichtigen Videos vom Ärztetag

Digitalisierung, Angst vor Veränderung, Wunschminister: Die Ärztezeitung fasst für Sie die wichtigen Themen des Ärztetags in kurzen Videos zusammen. mehr »

Massive Technik-Pannen behindern Ärztetag

Nicht einsehbare Anträge, verschobene Abstimmungen: Technische Probleme machen Delegierten und Journalisten gestern unmd heute auf dem Ärztetag arg zu schaffen. mehr »