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Fixkombi senkt Ereignis- und Sterberate bei Typ-2-Diabetes

WIEN (ob). Unabhängig von Blutdruckhöhe und sonstiger Begleitmedikation profitieren Typ-2-Diabetiker von der Behandlung mit einer Fixkombination aus Indapamid und Perindopril. Damit werden nach Ergebnissen einer neuen Studie bei dieser Risikopopulation makro- und mikrovaskuläre Diabeteskomplikationen verhindert. Auch die Sterberate wurde signifikant gesenkt.

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In der gestern in Wien vorgestellten ADVANCE*-Studie ist die Gesamtrate aller makro- und mikrovaskulären Ereignisse (primärer Endpunkt) im Verlauf einer mehr als vierjährigen Behandlung mit einer Indapamid/Perindopril-Fixkombination (Preterax®) signifikant um 9 Prozent im Vergleich zu Placebo reduziert worden (Inzidenz: 15,5 versus 16,8 Prozent). Grundlage dafür war eine um 5,6/2,2 mmHg stärkere Blutdrucksenkung in der Verum-Gruppe.

Die Rate kardiovaskulär bedingter Todesfälle wurde durch die Fixkombination aus Diuretikum und ACE-Hemmer signifikant um 18 Prozent verringert (Inzidenz: 3,8 versus 4,6 Prozent). Auch auf die Gesamtsterberate, die relativ um 14 Prozent niedriger war, hatte diese Therapie einen signifikant positiven Effekt (7,3 versus 8,5 Prozent).

Dieser Nutzen war unabhängig von der Höhe des Ausgangsblutdrucks der Patienten oder ihrer sonstigen medikamentösen Therapie (einschließlich anderer Antihypertensiva), berichtete Studienleiter Professor Stephen MacMahon aus Sydney. Die ADVANCE-Ergebnisse sind gleichzeitig im "Lancet" veröffentlicht worden.

An der Studie haben insgesamt 11 140 Typ-2-Diabetiker aus 20 Ländern teilgenommen. Sie sind nach Aufteilung in zwei Gruppen im Schnitt 4,3 Jahre lang mit Indapamid/Perindopril als Fixkombination oder Placebo behandelt worden. Mit Ausnahme von ACE-Hemmern und Diuretika nahmen die Patienten ihre bisher verordneten kardiovaskulären Medikamente während der Studie weiter ein. Primärer Endpunkt war eine Kombination makro- und mikrovaskulärer Ereignisse (kardiovaskulär bedingter Tod, nicht tödlicher Herzinfarkt oder Schlaganfall, neu aufgetretene oder progrediente Nephropathie, Retinopathie).

Der absolute Nutzen der Indapamid/Perindopril-Therapie lässt sich auf Basis der ADVANCE-Daten so beziffern: 79 Typ-2-Diabetiker müssen fünf Jahre lang mit dieser Kombination behandelt werden, um einem Todesfall vorzubeugen. Darauf stützt Mitautor Professor John Chalmers aus Sydney folgende Hochrechnung: Würde weltweit nur die Hälfte aller Typ-2-Diabetiker diese Therapie erhalten, könnten innerhalb von fünf Jahren mehr als eine Million tödliche Ereignisse verhindert werden.

*ADVANCE = The Action in Diabetes and Vascular disease: preterAx and diamicroN MR Controlled Evaluation

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