Ärzte Zeitung, 13.11.2007

Insulindetemir als Zusatz optimiert HbA1c-Wert

Kaum Gewichtszunahme / Strikte Blutzuckerkontrolle

BERLIN (Rö). Früher oder später kommen Typ-2-Diabetiker, die oft übergewichtig sind, nicht mehr mit ihrer oralen antidiabetischen Therapie aus. In solchen Fällen kann mit der Dazugabe einer Insulinbasis-Therapie oft eine erstaunliche Besserung des HbA1c-Wertes erreicht werden. Insulindetemir ist dabei günstig, weil es mit wenig Gewichtszunahme einhergeht oder sogar das Gewicht vermindert.

Über seine praktischen Erfahrungen mit dieser Therapie hat Dr. Hans-Joachim Lüddecke von einer Diabetogischen Schwerpunktpraxis in München beim Diabetes-Kongress in Berlin berichtet.

So ist es ihm gelungen durch den Beginn einer abendlichen Therapie mit Insulindetemir (Levemir®) den HbA1c-Wert binnen Monaten von 11,3 Prozent auf sehr gute 5,5 Prozent zu senken - bei leichter Gewichtsabnahme. Der Patient, dem dies gelang, war deutlich übergewichtig, hatte Angst vor weiterer Gewichtszunahme und war nicht bereit, mehrmals am Tag ein Insulinpräparat zu spritzen.

Was ist in einer solchen Situation wichtig? Der Patient muss regelmäßig seinen Blutzucker messen, morgens und tagsüber. Die Einheiten des Insulin-Präparates werden dann rasch gesteigert, damit die Blutzuckerwerte in den Zielbereich kommen, so der Diabetologe bei einer Veranstaltung das Unternehmens Novo Nordisk. Das Minimum werden wohl 0,4 Einheiten pro Kilogramm-Körpergewicht sein.

Die Patienten lernten meist rasch, ihre Blutzuckerwerte selbst zu bewerten und die gespritzte Dosis anzupassen. Eine einfache Regel lautet dabei: Die Hälfte aller Nüchternwerte sollte unter 100 mg/dl liegen, die Hälfte über 100 mg/dl. Liegen alle Nüchternwerte über 100 mg/dl, ist die Dosis zu gering. Wenn morgens der Wert mehrfach unter 70 mg/dl ist, muss das Nachtinsulin gekürzt werden.

Vorteile bei der einmal täglichen Therapie mit dem Insulinanalogon sehen Diabetologen beim günstigen Gewichtsverlauf, der effektiven HbA1c-Senkung und einem geringen Hypoglykämie-Risiko.

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