Ärzte Zeitung, 27.02.2008

Augenschäden bei Diabetes früh erkannt

JENA (eb). Etwa 15 Prozent der Patienten mit Diabetes mellitus entwickeln im Laufe ihrer Erkrankung Augenschäden, hat der Diabetes-TÜV der Deutschen BKK ergeben.

Ärzte des Jenaer Uniklinikums haben jetzt einen Weg gefunden, gefährdete Patienten zu einem sehr viel früheren Zeitpunkt zu erkennen, als es mit üblichen augenärztlichen Untersuchung der Netzhaut möglich ist. In einer Studie mit 300 Patienten haben die Forscher herausgefunden, dass sich mit der nicht-invasiven retinalen Gefäßanalyse schon Vorstufen der Schädigungen erkennen lassen (Diabetes Care 30. 2007, 3048).

Dazu werden die feinen Blutgefäße im Auge Flickerlicht aus einem Spezialgerät ausgesetzt. Aus den so provozierten Reaktionen der Gefäße (schnell oder verlangsamt) lassen sich zusammen mit klassischen Augenuntersuchungen Rückschlüsse auf den Zusammenhang zwischen Gefäßreaktionen und Augenschäden durch Blutzucker ziehen. Eingesetzt wird ein vom Unternehmen Imedos entwickeltes Gerät. Mit der Gefäßanalyse werde jetzt die Funktion des Gefäßes, und nicht erst ein eingetretener Gewebeschaden bestimmt, so die Forscher.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Gröhes Sonnenschein-Politik

Bei der Eröffnung des Ärztetags weiß sich der Gesundheitsminister bei Partnern. Kritik hat Gröhe nur für den Koalitionspartner übrig und freut sich auf ein Wiedersehen beim Ärztetag 2018. mehr »

Berichte, Videos und Tweets rund um den Deutschen Ärztetag

Begleiten Sie den 120. Deutschen Ärztetag in Freiburg mit uns online. Die "Ärzte Zeitung" berichtet vom 23.-26.5. live und aktuell über alle wichtigen Ereignisse und Debatten. mehr »

"Turbolader einer Zwei-Klassen-Medizin"

Die Einheitsversicherung als Garant für Gerechtigkeit im Versorgungssystem? Aus Sicht von BÄK-Präsident Professor Frank Ulrich Montgomery eine fatale Fehleinschätzung. Die "Ärzte Zeitung" dokumentiert Auszüge aus seiner Ärztetags-Eröffnungsrede. mehr »