Diabetes

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Modul: Strategien zur Gewichtsreduktion bei Typ-2-Diabetes

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Ärzte Zeitung, 18.06.2008

Basalinsulin ist auch langfristig sicher

Therapie mit Insulin glargin birgt kein erhöhtes Retinopathie-Risiko / Längste Studie mit einem Insulinanalogon

SAN FRANCISCO (ob). Ergebnisse der bislang längsten kontrollierten Studie mit einem Insulinanalogon bestätigen erneut das günstige Sicherheitsprofil des langwirksamen Basalinsulins Insulin glargin.

Wie der in dieser Studie vorgenommene Langzeitvergleich von Insulin glargin mit NPH-Insulin ergab, bestand im Einfluss auf die Progression der Retinopathie kein relevanter Unterschied zwischen beiden Insulinen. Der vor Jahren gegen Insulin glargin erhobene Verdacht, das Risiko für ein Fortschreiten der Retinopathie möglicherweise zu erhöhen, sei damit definitiv entkräftet worden, betonte Studienleiter Professor Julio Rosenstock aus Dallas beim Kongress der amerikanischen Diabetes-Gesellschaft (ADA) in San Francisco.

Insgesamt 1017 Typ-2-Diabetiker sind in der Studie fünf Jahre lang mit Insulin glargin (Lantus®, einmal täglich) oder NPH-Insulin (zweimal täglich) behandelt worden. Primärer Endpunkt war der Anteil der Patienten, bei denen im Beobachtungszeitraum per regelmäßiger Fundus-Fotografie und gemessen an validierten EDTRS*-Kriterien ein Fortschreiten der diabetischen Retinopathie nachweisbar war.

Zu Beginn der Studie lag der Anteil der Patienten mit Retinopathie in der Vorgeschichte in der Glargin-Gruppe etwas höher als in der NPH-Gruppe (15,6 versus 12,1 Prozent). Dennoch war nach fünf Jahren bei den mit Insulin glargin behandelten Diabetikern die Quote der Patienten mit objektivierter Retinopathie-Progression tendenziell niedriger als in der Vergleichsgruppe mit NPH-Therapie (12,5 versus 14,6 Prozent, Intention-to-treat-Analyse). Der beabsichtigte Nachweis der "Nicht-Unterlegenheit" von Insulin glargin konnte somit eindeutig erbracht werden.

Im Vergleich zu NPH-Insulin kam es bei Glargin-Behandlung seltener zu Hypoglykämien. Das gilt für symptomatische Hypoglykämien insgesamt (5,1 versus 7,1 Prozent) wie auch für symptomatische nächtliche Unterzuckerungen (1,7 versus 2,4 Prozent) ab dem drittem Studienmonat. Zudem war die Gewichtszunahme mit dem Insulinanalogon geringer als mit NPH-Insulin. So nahmen Patienten mit Insulin glargin im Mittel 3,7 kg zu, im Vergleich zu 4,8 kg unter Therapie mit NPH-Insulin.

*EDTRS steht für Early Diabetic Treatment Retinopathy Study Group

Im Vergleich zu NPH-Insulin

gab es seltener Hypoglykämien.

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