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Ärzte Zeitung, 25.06.2008

Biphasisches Insulinanalog bewährt sich

Basis- und Bolusanteile in festem Verhältnis sind effektiv / Rate schwerer Hypoglykämien wird auf Null gesenkt

SAN FRANCISCO (sir). Für den Beginn oder die Intensivierung der Insulintherapie eignen sich biphasische Analoginsuline. Beim Diabetes-Kongress in San Francisco wurden jetzt Zwischenergebnisse der IMPROVETM-Studie vorgestellt, die dies für das Präparat NovoMix® 30 mit Insulin aspart bestätigen.

"Eine wichtige Bedeutung für die langfristige Blutzuckereinstellung hat die Kontrolle der postprandialen Glukosespiegel." Daran erinnerte Professor Martin J. Abrahamson vom Joslin Diabetes Center in Boston, auf der ADA-Jahrestagung in San Francisco. Die Verhinderung postprandialer Blutzuckerspitzen sei umso wichtiger, je normnäher der HbA1c eines Patienten bereits eingestellt sei.

Postprandiale Spiegel wichtig für den Verlauf.

Eine Möglichkeit, den Glukose-Anstieg nach den Mahlzeiten in den Griff zu bekommen, ist nach Angaben von Abrahamson eine intensivierte Therapie mit Basal- und Bolusinsulin. Eine andere Möglichkeit, die zudem die Zahl der nötigen Injektionen verringert, sind biphasische Insuline. Sie enthalten bekanntlich Basis- und Bolusanteile in einem fest definierten Mischungsverhältnis. "Dabei haben sich die Analog- den Humaninsulinen überlegen gezeigt", meinte der Diabetologe. "Sie sind deshalb eine effektive und sichere Option, um bei Typ 2-Diabetikern die Insulintherapie zu beginnen oder zu intensivieren."

Abrahamson zitierte dazu einige wissenschaftliche Studien. So seien in einer Studie 61 Typ 2-Diabetiker mit biphasischen Insulinen behandelt worden. Sie erhielten eine Mischung auf Basis von Insulin lispro oder von Insulin aspart oder von Humaninsulin. "Mit Insulin lispro wurden die postprandialen Insulinanstiege im Vergleich zum Humaninsulin um zehn Prozent gesenkt," so der Spezialist, "mit Insulin aspart sogar um 17 Prozent."

Auch die Medikamentensicherheit spreche für die Analoginsuline. So habe in einer anderen Studie biphasisches Insulin aspart (NovoMix®) die Rate schwerer Hypoglykämien im ersten Jahr auf fünf Prozent und im zweiten Jahr sogar auf null gesenkt. In der Vergleichsgruppe führte ein zweiphasisch wirksames Humaninsulin bei acht und zehn Prozent zu schweren Hypoglykämien.

Eine breite, repräsentative und "alltägliche" Patientenpopulation sei in Anwendungsbeobachtungen vertreten, ergänzte Abrahamson. Er zitierte dazu Ergebnisse der IMPROVETM-Studie mit NovoMix® 30 (Mischungsverhältnis 30 : 70): "Der HbA1c der 16 000 nicht mit Insulin Vorbehandelten wurde durch NovoMix® 30 von 9,4 um 2,5 Prozentpunkte gesenkt", so Abrahamson. "Die etwa 1000 mit Insulin vorbehandelten Patienten konnten ihren mittleren HbA1c-Wert von 9,6 sogar um 3 Prozentpunkte verbessern."

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