Diabetes

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Modul: Strategien zur Gewichtsreduktion bei Typ-2-Diabetes

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Ärzte Zeitung, 23.09.2008

Praxis


Gewinner des Prix Galien USA 2007 und des Prix Galien Niederlande 2008. Kandidat für den Prix Galien International 2008.
Hier stellt sich der Kandidat vor.

Mehrere Wirkungen ergänzen sich vorteilhaft

Der DPP-4-Hemmer Sitagliptin (Januvia®) hat mehrere Wirkmechanismen. Sie ergänzen sich bei Typ-2-Diabetes sinnvoll und vorteilhaft.

Das Präparat vereinigt mehrere Wirkungen, die sich in pathophysiologisch sinnvoller Weise ergänzen:

  • eine glukoseabhängige Steigerung der Insulinsekretion,
  • die Suppression der postprandialen Glukagonproduktion,
  • eine Verlangsamung der Magenentleerung und zentrale appetithemmende Mechanismen. Denn diese Effekte hat GLP-1, dessen Abbau durch Sitagliptin inhibiert wird.

Das hat Professor Stephan Matthaei im Gespräch mit der "Ärzte Zeitung" erläutert. Der Diabetologe ist Chefarzt des Diabetes-Zentrums und der Abteilung für Endokrinologie und Stoffwechselerkrankungen am Christlichen Krankenhaus in Quakenbrück.

Nach der neuen evidenzbasierten Leitlinie der Deutschen Diabetes Gesellschaft, die demnächst veröffentlicht werden wird, wird auf der ersten Stufe der Therapie für Typ-2-Diabetiker neben der nicht-pharmakologischen Therapie (strukturierte Patientenschulung, Ernährungs- und Bewegungstherapie) der Einsatz von Metformin empfohlen.

Sowohl in Tiermodellen als auch bei Menschen gibt es Hinweise auf den Schutz von Betazellen.

Falls unter dieser Therapie nach drei bis sechs Monaten das Therapieziel eines HbA1c-Wertes von unter 6,5 Prozent nicht erreicht wird, wird in der Leitlinie die Kombinationstherapie mit einer weiteren antihyperglykämisch wirkenden Substanz empfohlen, berichtet der Diabetologe. Auf dieser Stufe stellt die Kombinationstherapie Metformin/Sitagliptin eine therapeutische Option dar.

Diese Kombinationstherapie Metformin/Sitagliptin hat den Vorteil, dass sie mit einem Hypoglykämierisiko auf Placeboniveau sowie mit einem neutralen Effekt auf die Entwicklung des Körpergewichtes assoziiert ist. Im Gegensatz dazu sind andere orale Antidiabetika, zum Beispiel Sulfonylharnstoffe, mit einem Hypoglykämierisiko und einer Zunahme des Körpergewichtes assoziiert.

Bei der Auswahl der Typ-2-Diabetes-Patienten für die Therapie ist es wichtig, dass bei ihnen noch eine relevante Insulin-Eigensekrektion besteht. Sitagliptin ist damit als Präparat für die Therapie von Patienten mit Typ-2-Diabetes in der früheren Phase der Krankheit geeignet.

Zugelassen ist Sitagliptin für die Kombinations-Behandlung mit Metformin, Sulfonylharnstoffen oder Glitazonen, falls das HbA1c-Therapieziel mit der jeweiligen Monosubstanz nicht mehr erreicht wird. Das innovative Produkt hat zudem noch eine günstige Eigenschaft. Sowohl in Tiermodellen als auch bei Menschen gibt es Hinweise auf den Schutz von Betazellen. Dafür sprechen günstige Beeinflussungen von Indizes wie dem Proinsulin/Insulin-Quotienten und dem Homa-ß-Index. Dies gilt zumindest in der untersuchten Zeit von einem halben bis zu einem Jahr. (Rö)

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