Diabetes

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Ärzte Zeitung online, 06.03.2009

Gesundheit nicht durch fehlendes Wissen riskieren

MÜNSTER (eb). Viele Menschen vertun präventive Chancen, weil sie zu wenig über die Ursachen und Risikofaktoren für Diabetes wissen. Das erklärte Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt am Freitag in Münster, anlässlich der Messeeröffnung von "Diabetes 2009".

Im Kampf gegen Diabetes komme der Forschung eine Schlüsselrolle zu, sagte Schmidt. Ihr Ministerium fördere daher unter anderem das Leibniz-Institut für Arterioskleroseforschung an der Universität Münster. Der Stand der Forschung steht im Mittelpunkt des zweitägigen Fachkongresses. Zentrale Themen sind die Versorgung der Diabetiker mit modernen Medikamenten, medizinischen und technischen Neuerungen sowie Hilfestellungen für den Alltag. Mehr als 100 Firmen, Stiftungen und Verbände präsentieren sich in diesem Jahr auf der Messe.

Trotz medizinischer Fortschritte ist auch der Patient gefordert. "Diabetes ist eine Erkrankung, bei der Betroffene überwiegend eigenverantwortlich die Therapieführung übernehmen müssen", unterstrich Martin Hadder, NRW-Landesvorsitzender des Deutschen Diabetiker Bundes (DDB). Dabei kann er nicht nur auf seinen Arzt, sondern künftig noch stärker auf den Apotheker zählen. Lars-Hendrik Wassenaar von der Assmann-Stiftung für Prävention aus Münster präsentierte das neue Projekt "Deutschland sorgt vor - PROCAM-Tests in der Apotheke". Mit diesen Tests lässt sich das Risiko eines Herzinfarkts oder Schlaganfalls bestimmen, zwei der häufigsten Folgen eines Diabetes. Mit Hilfe von 2000 Apotheken sollen allein in diesem Jahr drei Millionen Menschen mit den Gesundheitstests erreicht werden.

Auch an der Gesundheitspolitik kommt der Fachkongress nicht vorbei. Gesundheitsökonom Professor Alfred Runde, Vorstandsmitglied der "Internationale Prevention Organisation (IPO)", beleuchtete, ob und wie Versicherte und Patienten von neuen Versorgungs- und Organisationsmodellen wie den Gesundheitszentren profitieren. "Die neuen Hausarztverträge der AOK in Baden-Württemberg und Bayern scheinen beispielsweise geeignet, die Versorgungssituation von chronisch Erkrankten zu verbessern", erklärte er.

www.diabetes-messe.com

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