Diabetes

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Ärzte Zeitung online, 24.03.2009

Muskelreizung lindert Neuralgien bei Diabetes

Heidelberg (eb). Eine neue Therapie mit elektrischer Muskelstimulation soll Neuralgien und Missempfindungen an den Beinen bei Diabetikern lindern. In einer Studie der Uniklinik Heidelberg gaben 73 Prozent der Teilnehmer bereits nach vier Wochen an, dass sich ihre Beschwerden erheblich gebessert hätten.

Die Heidelberger Wissenschaftler behandelten insgesamt 92 Männer und Frauen, die an Altersdiabetes und einer Neuropathie litten, zweimal pro Woche über einen Zeitraum von vier Wochen mit einer 60-minütigen Muskelstimulation. Je größer ihre Beschwerden waren, desto besser sprachen sie auf die Therapie an. Andere Faktoren wie Geschlecht, Alter oder Erkrankungsgrad spielten keine Rolle (Pain Med 2, 2009, 413).

Die Therapie wirkte sich besonders günstig auf brennende Schmerzen und durch die Beschwerden bedingte Schlafstörungen aus. Eine Linderung der Symptome trat sogar bei einem großen Teil der Patienten ein, die bereits erfolglos mit einem Medikament behandelt worden waren.

"Wir halten die Muskelstimulation für eine effektive Therapie, die vielen Patienten helfen kann und sie wenig belastet", sagt Professor Peter Nawroth, Ärztlicher Direktor der Abteilung Endokrinologie und Stoffwechsel an der Uniklinik Heidelberg. Insbesondere steigere der verbesserte Nachtschlaf die Lebensqualität bei den betroffenen Patienten.

In einer Folgestudie wollen die Heidelberger Wissenschaftler ihre Therapie weiter erforschen. Dabei wollen sie die elektrische Muskelstimulation mit medikamentösen Therapien der diabetischen Polyneuropathie vergleichen.

Abstract der Studie "External Electric Muscle Stimulation Improves Burning Sensations and Sleeping Disturbances in Patients with Type 2 Diabetes and Symptomatic Neuropathy"

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