Ärzte Zeitung, 30.07.2009

EMEA: Therapie nicht ändern!

23. JULI: Die vorhandenen Daten zu einem möglichen Zusammenhang zwischen Insulinanaloga, besonders Insulin glargin, und dem Risiko einer Krebserkrankung geben keinen Anlass zur Beunruhigung oder dazu, die Verschreibungsempfehlungen zu ändern.

Dieses Fazit hat jetzt der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) bei der EMEA nach Überprüfung aller verfügbaren Informationen gezogen. Aufgrund methodischer Mängel seien die neu veröffentlichten Studien nicht beweiskräftig und ermöglichten es nicht, einen Zusammenhang zwischen Glargin und Krebs zu bestätigen oder auszuschließen. Außerdem stimmten die Ergebnisse der einzelnen Studien nicht überein. Der CHMP fordert den Hersteller Sanofi-Aventis auf, Strategien für weitere Forschungsaktivitäten in diesem Bereich zu entwickeln.

Sanofi-Aventis weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass das Unternehmen eine Reihe von Maßnahmen umsetzen werde, um die Forschung auf diesem Gebiet weiter voranzubringen. Diese Maßnahmen stünden im Einklang mit den Empfehlungen, die kürzlich von einer unabhängigen Expertengruppe, bestehend aus Fachleuten verschiedener medizinischer Disziplinen, abgegeben worden seien. (mal)

www.emea.europa.eu unter "latest press releases", www.sanofi-aventis.de

Lesen Sie dazu auch:

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »