Ärzte Zeitung, 30.07.2009

Krebsrate langfristig nicht erhöht

13. JUNI:Die Langzeitsicherheit von Insulin glargin ist in einer Fünf-Jahres-Langzeitstudie prospektiv geprüft worden. Primäres Studienziel der online veröffentlichten Studie von Dr.  Julio Rosenstock vom Dallas Diabetes and Endocrine Center at Medical City in Texas war die Entwicklung der diabetischen Retinopathie unter der Therapie mit dem Analoginsulin und NPH-Insulin. In die Studie waren insgesamt 1017 Patienten aufgenommen worden. 515 hatten das Analoginsulin erhalten, 509 waren mit dem NPH-Insulin behandelt worden. Mit beiden Therapien wurden ähnliche glykämische Kontrollen erreicht. Die Raten der Augenkomplikationen waren mit beiden Insulinen gleich groß, und auch die Progression der diabetischen Retinopathie war gleich.

Zwar war die Tumorrate nicht Studienziel, doch die Studiendauer, in der bei 70 Prozent der Teilnehmer für mehr als vier Jahre Daten erhoben worden waren, erlaubt einen aussagekräftigen Vergleich zu den Tumorraten. Die Rate der Neoplasien war in den beiden Gruppen ähnlich. Davon waren 57 (11,1 Prozent) der mit Glargin Behandelten betroffen. Von den mit NPH-Insulin Behandelten hatten 62 (12,3 Prozent) eine solche Erkrankung. So ergibt sich für Glargin ein relatives Risiko von 0,9. (Rö)

http://www.clinicalstudyresults.org/documents/company-study_4452_1.pdf

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