Ärzte Zeitung, 15.12.2009

Abgabe für ungesunde Produkte?

HOHENKAMMER (wst). Die in großen Teilen der Bevölkerung ungesunde Lebensweise mit wenig Bewegung und üppiger Ernährung führt zu einer Diabetesepidemie, die schon in wenigen Jahren
das Gesundheitswesen überfordern könnte. Prävention tut not, doch keiner will so recht dafür bezahlen.

Eine mögliche Finanzierung für Präventionsprogramme sieht Professor Hermann von Lilienfeld-Toal, stellvertretender Vorsitzender des Deutschen Diabetiker Bundes, in einer zweckgebundenen Abgabe auf diabetogene Genuss- und Nahrungsmittel. Eine Liste hat er beim Symposium des Blutspendedienstes des Bayerischen Roten Kreuzes in Hohenkammer in Oberbayern vorgestellt. Auf der Liste stehen etwa Tabakwaren, Alkohol, zuckerhaltige Getränke (je höher der Zuckeranteil desto höher die Abgabe), Süßwaren sowie Weißmehl-, Fleisch- und Fettprodukte.

Um Wettbewerbsverzerrungen zu vermeiden, müssten alle diabetogenen Produkte ähnlich stark belastet werden. Hersteller und Konsumenten würden durch die Abgabe einen zweckgebundenen Ausgleich für den gesundheitsgefährdenden Konsum an die Solidargemeinschaft entrichten.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Zahl der Behandlungsfehler stagniert

"Fehler passieren, auch in der Medizin. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass Patienten durch einen Behandlungsfehler zu Schaden kommen, ist extrem gering." So lautete das Fazit von Dr. Andreas Crusius bei der Vorstellung der Behandlungsfehlerstatistik. mehr »

Naturvolk mit erstaunlich gesunden Gefäßen

In einer geradezu heroischen Studie haben US-Forscher Eingeborene der Amazonas-Region zur Calcium-Score-Messung in einen CT-Scanner geschoben. Noch nie wurde ein Volk mit so gesunden Arterien beschrieben. mehr »

Dann ist ein Hausbesuch abrechenbar

Die vollständige und vor allem korrekte Abrechnung der so genannten Leichenschau stellt Ärzte immer wieder vor Probleme. Beispielsweise stellt sich die Frage nach der eigenständigen Berechnung des Hausbesuchs. mehr »