Diabetes

Sammeln Sie CME-Punkte - 30 Tage kostenlos mit e.Med
Modul: Strategien zur Gewichtsreduktion bei Typ-2-Diabetes

Weitere Module zu anderen Themen auf der Startseite unserer Sommerakademie
Ärzte Zeitung, 26.01.2010

"Äpfel mit Birnen verglichen"

"Äpfel mit Birnen verglichen"

DRESDEN (Rö). Noch einmal das Thema Insulin glargin und Krebsrisiko hat in einer Publikation Professor Gerhard Ehninger von der Universität Dresden beleuchtet (The Oncologist 14, 2009, 1169).

Er kommt zu dem Schluss, dass die Publikation der Autoren L. G. Hemkens et al dazu (Diabetologia 52, 2009, 1732) wegen des Fehlens von Informationen über bedeutende Risikofaktoren für Krebs wie Body-Mass-Index und Rauchgewohnheiten, dem Vergleich zwischen zwei sehr unterschiedlichen Gruppen von Patienten und der Verwendung von höchst fraglichen statistischen Methoden ein Beispiel dafür ist, was passiert, wenn Äpfel und Birnen verglichen werden.

Ehninger erinnert noch einmal daran, dass die Studiendaten von Hemkens' primär eine niedrigere Krebsrate bei Insulin glargin im Vergleich zu Human-Insulin ergeben haben. Erst eine dosisangepasste Analyse hatte diese Relation herumgedreht. Wie der Krebsspezialist jetzt erläutert hat, hat die Anpassung an die mittleren verbrauchten Insulinmengen dazu geführt, dass das Krebsrisiko bei Insulin glargin im Vergleich zu Humaninsulin systematisch zu hoch angesehen wurde, weil die unterschiedlichen Spiegel des noch vorhandenen endogenen Insulins zwischen den Gruppen nicht berücksichtigt wurden.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »