Diabetes

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Modul: Strategien zur Gewichtsreduktion bei Typ-2-Diabetes

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Ärzte Zeitung, 13.03.2011

Frühe Prävention senkt Risiko für Nierenschädigung

HANNOVER (ob). Trotz verbesserter Therapiemöglichkeiten entwickeln nach wie vor viele Diabetiker eine Nephropathie. Werden sie frühzeitig mit dem AT1-Rezeptorblocker Olmesartan behandelt, lässt sich der Beginn dieser Entwicklung, festgemacht am Auftreten einer Mikroalbuminurie, hinauszögern oder verhindern.

Dafür sprechen die Ergebnisse der jetzt publizierten ROADMAP-Studie (N Engl J Med 2011; 364: 907). Insgesamt 4447 Typ-2-Diabetiker ohne erkennbare Nierenschädigung sind in einem medianen Zeitraum von 3,2 Jahren entweder mit dem AT1-Rezeptorblocker Olmesartan (40 mg) oder Placebo zusätzlich zur sonstigen antihypertensiven Medikation behandelt worden. Angestrebt wurde ein Blutdruckwert im Zielbereich unter 130/80 mmHg.

Mit fast 80 Prozent erreichte ein vergleichsweise hoher Anteil der Patienten in der Olmesartan-Gruppe diesen Zielblutdruckwert. In der Placebo-Gruppe lag die Quote bei 71 Prozent. Mit dem AT1-Blocker behandelte Diabetiker hatten im Schnitt um 3,1/1,9 mmHg niedrigere Blutdruckwerte.

Durch Behandlung mit Olmesartan konnte die Inzidenz der Mikroalbuminurie - der primäre Studienendpunkt - im Studienzeitraum signifikant um 23 Prozent gesenkt werden (8,2 versus 9,8 Prozent).

Die Rate aller kardio- und zerebrovaskulären Ereignisse war insgesamt niedrig. Die Zahl der nicht tödlichen kardiovaskulären Ereignisse war in der Olmesartan-Gruppe etwas niedriger als in der Placebo-Gruppe (3,6 versus 4,1 Prozent). Dagegen war die Zahl der kardiovaskulären Todesfälle mit 15 versus 3 im Olmesartan-Arm signifikant höher als im Placebo-Arm. In der Mehrzahl waren davon Patienten mit vorbestehender Koronarer Herzkrankheit betroffen.

Studienleiter Professor Hermann Haller führt in einer Pressemittteilung der Medizinischen Hochschule Hannover aus Anlass der Studienpublikation eine zu starke Senkung des Blutdrucks bei Diabetikern mit vorgeschädigten Koronargefäßen als mögliche Erklärung für die höhere Mortalitätsrate an. "Wir empfehlen, anstelle der bisher üblichen Werte von 120 / 80 mmHg die höheren Werte von 130 / 85 mmHg anzustreben", so Haller mit Blick auf die Blutdrucksenkung bei KHK-Patienten.

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