Ärzte Zeitung online, 07.09.2011

Diabetes: Hälfte der Amputationen vermeidbar

ROSTOCK (dpa). In Deutschland werden jährlich rund 28.000 diabetische Füße amputiert. Doch nach Expertenmeinung könnte etliche Eingriffe vermieden werden.

"Weit mehr als die Hälfte davon könnte vermieden werden", sagte Professor Bernd Drewelow, Direktor des Instituts für Klinische Pharmakologie an der Universität Rostock vor den Rostocker Antiinfektivatagen am Freitag und Samstag.

Der diabetische Fuß wird von Bakterien verursacht, die auch nach kleinen Verletzungen in schlecht durchblutetem Gewebe exzellente Lebensbedingungen finden.

Eine große Rolle bei der Amputationsvermeidung komme den behandelnden Ärzten zu, sagte Drewelow. "Aber viele Ärzte, auch Pfleger und die Betroffenen selbst ekeln sich vor solchen Füßen." Doch mit dem Nicht-Hinschauen werde die Situation der Patienten verschlimmert.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

ALS ist mit Demenz eng verwandt

Stephen Hawking ist wohl der berühmteste Patient, der an Amyotropher Lateralsklerose leidet.Forscher haben nun herausgefunden, dass ALS und temporale Demenz eng verwandte Krankheitsbilder sind. Das könnte Einfluss auf das Diagnoseverfahren haben. mehr »

Innovationsfonds startet in die Versorgungsrealität

Der Innovationsfonds ist offiziell in die Umsetzungsphase gestartet. Die 300 Millionen Euro für das Jahr 2016 teilen sich 91 Versorgungs- und Forschungsprojekte. mehr »

Sind Computer bald die besseren Psychotherapeuten?

Immer mehr Online-Psychotherapien drängen auf den Markt. Die meisten sind weder besonders einfühlsam noch allzu intelligent. Dennoch sind die Erfolge erstaunlich. mehr »