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Studie

Erhöhtes Diabetes-Risiko bei täglichem Wurstverzehr

Wer täglich Wurst isst, erhöht offenbar sein Risiko, an Diabetes zu erkranken.

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Bei Zucker geht es auch um die Wurst.

Bei Zucker geht es auch um die Wurst.

© Kalle Kolodziej / fotolia.com

WAGENINGEN (rb). Den Zusammenhang von Fleischkonsum und Diabetesrisiko haben niederländische Forscher bei 4366 Teilnehmern der Rotterdam Study untersucht (Diabetes Care 2012; 35: 1499).

Analysiert wurde, wie viel rotes Fleisch, Wurst und Geflügel die Probanden aßen. Verglichen wurden dann Erkrankungsraten der Gruppen mit höchstem und niedrigstem Tageskonsum.

Für rotes Fleisch waren dies weniger als 50 g oder mehr als 100 g; für Wurst 0 g und mehr als 30 g; für Geflügel 0 g und mehr als 18 g.

90 Prozent erhöhtes Diabetesrisiko bei 30 g Wurst täglich

456 Studienteilnehmer entwickelten in der Follow-up-Zeit von median 12,4 Jahren einen Diabetes. In der Analyse zeigten rotes Fleisch und Geflügel keinen signifikanten Einfluss auf die Erkrankungsraten.

Anders sah es beim Wurstverzehr aus. Im Vergleich zu Abstinenzlern hatten Personen, die täglich mindestens 30 g Wurst und andere Produkte aus verarbeitetem Fleisch aßen, ein knapp 90 Prozent erhöhtes Diabetesrisiko.

Möglicherweise steigern die enthaltenen "Advanced Glycation End Products" (AGE) das Diabetesrisiko, so die Forscher. AGE entstehen, wenn Zucker und Eiweiß zusammen gekocht werden; sie sollen unter anderem die Insulinresistenz erhöhen.

Als Übeltäter verdächtig sind aber auch Additive wie Nitrit oder die vielen gesättigten Fette in verarbeitetem Fleisch.

Quelle: www.springermedizin.de

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