Ärzte Zeitung online, 13.02.2014

Diabetes

Auch MSD entwickelt generisches Insulin Glargin

WHITHOUSE STATION. Der US-Pharmahersteller Merck & Co. (in Europa: MSD) will zusammen mit Samsung Bioepis einen Nachahmer des rekombinaten Langzeitinsulins Lantus® (Insulin Glargin) entwickeln. Phase-III-Studien zur Behandlung von Typ1- und Typ2-Diabetikern würden demnächst beginnen, kündigte Merck am Montag dieser Woche an.

Merck und Samsung Bioepis, ein Gemeinschaftsunternehmen von Samsung Biologics und Biogen Idec, waren Anfang vorigen Jahres eine Allianz zur Entwicklung von Biosimilars eingegangen. Merck werde für die Vermarktung des Lantus®-Nachahmers zuständig sein.

Damit hat sich nun schon die zweite Kooperation in Stellung gebracht, um 2015, wenn der Sanofi-Blockbuster den Patentschutz verliert, zum Angriff auf dessen Marktanteile zu blasen.

Das Diabetes-Joint-Venture von Lilly und Boehringer Ingelheim hat bereits Zulassungsanträge in Europa und USA für seine generische Insulin-Glargin-Version eingereicht. Sanofi erlöste mit Lantus® 2013 rund 5,7 Milliarden Euro (plus 20 Prozent).

Die Entwicklung eines Insulin Glargin trage dazu bei, das Diabetes-Portfolio von Merck zu komplettieren, erklärte Sparten-Leiter Matt Strasburger. Traditionell ist Merck in diesem Indikationsgebiet gut aufgestellt.

Hauptprodukt des Unternehmens war 2013 der erste DPP4-Hemmer Sitagliptin. 5,8 Milliarden Dollar (plus 2,0 Prozent) wurden mit dem Wirkstoff in der Mono-Anwendung sowie in Kombination mit Metformin umgesetzt. (cw)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Was neue Onkologika den Patienten tatsächlich bringen

Ist das Glas halb voll oder halb leer? Neue Onkologika haben die Überlebenszeit von Krebspatienten in den vergangenen zwölf Jahren im Schnitt um 3,4 Monate verlängert. Dieser Vorteil geht oft zulasten der Sicherheit. mehr »

Kassen und KBV drücken aufs Tempo

Bisher trat die Selbstverwaltung bei der Digitalisierung eher als Bremser auf. Bei den Formularen geben KBV und Kassen jetzt Gas: Im Juli kommt der digitale Laborauftrag. mehr »

"Auch mit Kind zügig möglich"

Eine Weiterbildung, die auch mit Elternzeit nur sechs Jahre dauert? Das ist möglich, sagt Dr. Sandra Tschürtz. Die angehende Allgemeinmedizinerin steht vor ihrer Facharztprüfung – und blickt auf ihre Zeit in einem Weiterbildungsverbund zurück. mehr »