Ärzte Zeitung, 15.06.2015

Nordrhein

Strukturierte Behandlung verhindert Folgeschäden

KÖLN. 80 bis 94 Prozent der Typ-2-Diabetiker in Nordrhein sind seit Jahren im DMP (Disease Management Programm) der Krankenkassen eingeschrieben und werden strukturiert behandelt. Sie werden regelmäßig auf Nervenschäden, Fußprobleme, Augen- und Nierenschäden untersucht.

Ebenso werden Blutzucker, Cholesterin, Blutdruck kontrolliert und dokumentiert, Medikamente und Insulin angepasst und Schulungskurse angeboten, heißt es in einer Mitteilung des Berufsverbandes der diabetologischen Schwerpunktpraxen in Nordrhein.

In den Diabetesschwerpunktpraxen werden verschiedene Kurse - je nach Problem und Behandlungsform angeboten, um die Diabeteseinstellung zu optimieren. Diese Leistungen werden von den Krankenkassen bezahlt und können bei Bedarf wiederholt werden.

Mit der langfristigen Betreuung sollen Folgeschäden der mehr als 500.000 Typ-2-Diabetiker in Nordrhein vermieden werden. Der aktuelle Qualitätsbericht der kassenärztlichen Vereinigung (KV) zeigt einen dramatischen Rückgang der diabetischen Folgeerkrankungen.

So ist die Zahl der Beinamputationen um bis zu 80 Prozent gesunken. Die Rate von Nierenversagen und Dialysebehandlungen sind um 50 Prozent innerhalb vor 10 Jahren gefallen. Sehr erfolgreich sind die Ergebnisse bei der Vermeidung von Erblindungen.

Die Rate ist durch frühzeitiges Erkennen und Behandeln um bis zu 85 Prozent gesunken. Insgesamt konnte das Risiko für Komplikationen um fast 50 Prozent verringert werden. (eb)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Sind Computer bald die besseren Psychotherapeuten?

Immer mehr Online-Psychotherapien drängen auf den Markt. Die meisten sind weder besonders einfühlsam noch allzu intelligent. Dennoch sind die Erfolge erstaunlich. mehr »

Kollege Computer, übernehmen Sie!

Eine computer-basierte Verhaltenstherapie kann Insomnie-Patienten den Schlaf zurückgeben. Der Erfolg ist ähnlich gut wie durch menschliche Therapeuten, bescheinigt ein kalifornischer Professor. mehr »

Kein frisches Geld in Sicht

Die umfassende Studien-reform soll zunächst ohne zusätzliches Geld auskommen. Darauf haben sich Bund und Länder geeinigt, wie aus dem vertraulichen Papier hervorgeht. mehr »