Ärzte Zeitung, 30.11.2016

Diabetes

Australische Ärzte finden Skorbut bei Diabetikern

SYDNEY. Ärzte in Australien melden die Rückkehr von Skorbut in ihrem Land. Die Krankheit war historisch mit Entdeckungsreisen vor mehreren hundert Jahren verbunden und ist seitdem sehr selten. Sie wurde jetzt bei elf Diabetikern diagnostiziert, berichten die Mediziner um Professor Jenny Gunton vom Westmead Hospital im Westen von Sydney (Diabetic Medicine 2016; online 16. November). Aufgefallen war ein Skorbut-Patient wegen Wundheilungsstörungen, so die Leiterin des Centre for Diabetes, Obesity and Endocrinology an der Klinik. Skorbut und der dafür ursächliche Mangel an Vitamin C oder Ascorbinsäure wird nicht durch Diabetes begünstigt. Die Erkrankung ist mit einer vitaminreichen Ernährung vermeidbar. (eis)

[30.11.2016, 09:50:13]
Thomas Georg Schätzler 
Keine Angst vor Fruktose und Vitamin C!
Das liegt u. a. daran, dass viele Diabetologen immer noch vor dem Genuss süßer Früchte warnen und Typ-1 bzw. Typ-2 Diabetiker nicht alltagstauglich einstellen. Nicht nur Zitrusfrüchte, sondern auch schwarze und rote Johannisbeeren, Kiwis ("down under") und insbesondere Sauerkraut ("krauts" für Deutsche) enthalten viel Vitamin C, das letztgenannte auch Eisen (Fe), was für ältere Diabetiker, Vegetarier und Veganer besonders bedeutsam ist.

Mf + kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund (z.Zt. St. Moritz CH) zum Beitrag »

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Jeder neunte Euro geht an die Gesundheit

Die Gesundheitsausgaben in Deutschland steigen weiter. Im Jahr 2015 betrugen sie 344,2 Milliarden Euro oder 4 213 Euro je Einwohner. Auch die Prognose für 2016 liegt bereits vor. mehr »

Zahl importierter Malaria-Erkrankungen stark gestiegen

In den letzten Jahren ist die Zahl der Malaria-Erkrankungen in Deutschland deutlich gestiegen. Die unspezifische Symptomatik führt immer wieder zu potenziell lebensbedrohlichen Fehldiagnosen. mehr »

BGH befreit Durchgangsärzte von Haftung

Für die Folgen eines Fehlers bei der Diagnose und auch der Erstversorgung durch einen D-Arzt haftet nicht der Arzt, sondern die Unfallversicherung. Das hat nun der Bundesgerichtshof klargestellt. mehr »