Ärzte Zeitung, 25.11.2004

AKNE, ROSAZEA, PERIORALE DERMATITIS

Pusteln im Gesicht machen nicht nur Jugendlichen zu schaffen

Akne - das ist doch ein eher geringeres Problem von Jugendlichen in der Pubertät, könnte man meinen. Das verwächst sich doch wieder. Es gibt aber schwere Verlaufsformen, bei denen auch systemische Therapien notwendig sind. Und es gibt auch jenseits der Pubertät eine "Akne der Erwachsenen", die Rosazea. Ein berühmter Patient war zum Beispiel der Maler Rembrandt. Welche Akne- und Rosazea-Formen gibt es, und welche Therapien haben sich bewährt?

Audiovisuelle Fortbildung mit "Ärzte Zeitung Online" und QÄF!

Jeder Vertragsarzt muß bis Mitte 2009 insgesamt 250 CME-Punkte sammeln. "Ärzte Zeitung Online" und QÄF, der Verein Qualitätsgesicherte Ärztliche Fortbildung, bieten eine Internet-Plattform zur audio-visuellen Fortbildung an.

Mehr Infos zur Fortbildung
finden Sie hier 

Dr. Monica Schmid-Wendtner von der Universitätshautklinik der LMU München beschreibt in ihrem informativen Vortrag zunächst kurz die verschiedenen Formen der Akne vulgaris wie Acne comedonica, papulopustulosa und die schwere Verlaufsform, Acne conglobata. Diese Form ist mit starker Seborrhö assoziiert. Es bilden sich Fistelkomedonen, Zysten und abszedierende Knoten, und typischerweise sind auch Brust und Rücken betroffen.

"Werden die Patienten nicht frühzeitig behandelt, sind Narben obligat", betont Schmid-Wendtner. Eine Sonderform der Acne conglobata ist die Acne fulminans mit Ulzerationen. Welche Symptome Betroffene haben, erläutert die Dermatologin ausführlich in ihrem Vortrag.

Eines der Standardtherapeutika in der Akne-Therapie ist Isotretinoin. Dosiert wird mit 0,2 bis 1,0 mg pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag. Behandelt wird 12 bis 16 Wochen. Bevorzugt werden inzwischen die niedrigeren Dosierungen. Was bei der Therapie unbedingt zu beachten ist und welche Kontraindikationen es gibt, erklärt Schmid-Wendtner. Auch die anderen Therapien (antiseborrhoisch, komedolytisch, antimikrobiell, antientzündlich) und geeignete Substanzen dafür erfährt man.

Rosazea ist eine chronische Erkrankung mit meist zentrofazial lokalisierten Papeln, Pusteln, lividem Erythem und Teleangiektasien. Es kann vor allem an der Nase zu einer erheblichen Gewebevermehrung (Phym) kommen - Betroffene haben die bekannten Knollennasen.

Wie bei der Akne gibt es bei der Rosazea verschiedene Formen von leichter bis schwerer Ausprägung mit Rhinophym. Ein- bis zweiprozentiges Metronidazol als Gel sowie etwa Tetrazyklin und Minozyklin sind Therapie-Optionen in leichteren bis mittelschweren Ausprägungen. Was die Kollegin bei schwerem Verlauf empfiehlt, erfährt man im Vortrag.

Der Vortrag, für den es nach bestandener Prüfung Punkte gibt, finden Sie nach Anmeldung bei www.qaef-akademie.de unter "Online-Kurse" - "Dermatologie" - "Akne, Rosazea, periorale Dermatitis"

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »