Ärzte Zeitung, 18.07.2005

Dermatitis durch Raupenplage in Süddeutschland

NEU-ISENBURG (Smi). Eine Raupenplage in Hessen und Rheinland-Pfalz hält derzeit die Behörden auf Trab. Vereinzelt mußten bereits Schulen, Kindergärten und Spielplätze geschlossen werden, wie das Centrum für Reisemedizin in Düsseldorf berichtet ("infodienst" 14, 2005, 5).

Beim Kontakt mit den Raupen des Prozessionsspinners (Thaumetopoea processionea) können deren Haare in die Haut dringen. Dort wird ein Gift (Thaumetopoein) freigesetzt, das zu einer heftigen, schmerzhaften Dermatitis führen kann. Im Extremfall können umherfliegende Haare zudem Schleimhautreizungen der Konjunktiven und der oberen Luftwege auslösen.

Die ungewöhnliche Vermehrung der Raupen führen Experten auf den trocken-heißen Sommer 2003 zurück. Normalerweise leben die Schmetterlingslarven auf Baumblättern am Waldrand, sie finden sich aber auch in Wohngebieten.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »