Ärzte Zeitung, 19.07.2005

Störende Altersflecken lassen sich gut aufhellen

Topische Therapie reduziert deutlich Melanin-Einlagerungen in Epidermis oder Stratum corneum

MÜNCHEN (wst). Viele Frauen haben zwar harmlose, aber kosmetisch störende Hyperpigmentierungen an sonnenexponierten Hautstellen wie Hals, Dekollete oder Händen. Wie hoch die Chancen sind, bereits mit topischen Aufhellmitteln Besserungen zu erzielen, verraten einfache Tests. Für oberflächliche Hyperpigmentierungen gibt es jetzt mit zwei neuen Kosmetikprodukten eine weitere Therapie-Option.

Hand mit Lentigo seniles vor der Therapie mit 4-n-Butyl-Resorcinol. Fotos (2): IKLEN® / Merck Frankreich

Nach vier Monaten topischer Therapie sind die Hyperpigmentierungen deutlich aufgehellt.

Die häufigsten kosmetisch störenden Hyperpigmentierungen, die durch vermehrte Melanin-Ablagerungen in der Haut entstehen, sind das durch weibliche Hormone begünstigte Melasma sowie die volkstümlich als Sonnen- oder Altersflecken bezeichneten Lentigines.

Betroffene wünschen oft Abhilfe von ihrem Arzt

Betroffene wünschen oft Abhilfe von ihrem Arzt. Darauf wies die Dermatologin Professor Martina Kerscher vom Studiengang Kosmetik und Körperpflege der Uni Hamburg hin.

Die meisten Pigmentstörungen der Haut werden durch Sonnenlicht gefördert. Deshalb ist ein konsequenter UV-Schutz als Basismaßnahme unverzichtbar. Oberflächlich, also in Epidermis oder Stratum corneum lokalisierte Melanin-Einlagerungen können oft gut mit topischen Bleich-und Aufhellmitteln angegangen werden.

Um die Tiefe der Hyperpigmentierung zu bestimmen, an der die Therapie ausgerichtet wird, bietet sich ein einfacher Kneiftest oder die Untersuchung mit der Wood-Licht-Lampe (Schwarzlicht) an, sagte Kerscher auf einer Veranstaltung des Unternehmens Merck Frankreich in München.

Beim Kneiftest wird das hyperpigmentierte Hautareal zusammengekniffen. Je weniger die Hyperpigmentierung dann noch zu sehen ist, desto eher muß von einer tieferen, topischen Aufhellmitteln schlecht zugänglichen Lokalisation ausgegangen werden, so Kerscher.

Unter dem Schwarzlicht der Wood-Licht-Lampe grenzen sich oberflächliche und damit einer topischen Therapie eher zugängliche Hyperpigmentierungen kontrastreicher gegen die normale Haut ab als mit Tageslicht. Nimmt dieser Kontrast im Schein der Wood-Licht-Lampe dagegen ab, spricht dies für eine Hyperpigmentierung in der Dermis.

Wirkstoff hemmt übersteigerte Melanogenese

Oberflächliche Hyperpigmentierungen kann man mit Topika aufhellen. Unter den verschiedenen Aufhellern stehen jetzt auch in Deutschland die neuen Kosmetikprodukte IKLEN® Serum und IKLEN® Creme des Unternehmens zur Verfügung.

Beide Kosmetika enthalten in 0,3prozentiger Konzentration den in Japan entwickelten und patentierten Wirkstoff 4-n-Butyl-Resorcinol (Rucinol®). Der hypoallergene und in der angewandten Konzentration hautverträgliche, nicht photosensibilisierende Wirkstoff hemmt lokal die übersteigerte Melanogenese.

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