Ärzte Zeitung, 15.05.2007

Kombi-Verband fördert Heilung vieler Wunden

PARIS (ner). Akute und chronische Wunden können gut mit einer kombinierten Wundauflage versorgt werden. Der Verband besteht aus einer Kolloidschicht zur feuchten Wundbehandlung sowie einer neutralen Kompresse.

Das zusätzliche Aufbringen einer Kompresse oder von Gaze sei nicht mehr nötig, berichtet die Dermatologin Dr. Patricia Senet aus Paris. In einer Studie mit 42 geriatrischen Patienten mit schwach exsudierenden akuten und chronischen Wunden reduzierten sich mit dem Urgotül® Duo-Verband die Wundflächen innerhalb von vier Wochen jeweils deutlich. Die Oberfläche der akuten Wunden nahm um durchschnittlich 94 Prozent ab, 20 der 27 der akuten Wunden verheilten. Bei den chronischen Wunden reduzierte sich die Oberfläche um zwei Drittel, 3 der 15 chronischen Wunden heilten ab.

In einer weiteren Untersuchung bei 305 Patienten waren mit der kombinierten Wundauflage bei zwölf Prozent Sekundärverbände nötig, bei einem herkömmlichen Kolloid-Verband dagegen bei 98 Prozent.

Die kombinierte Wundauflage besteht aus einer Lipidokolloid-Matrix und einer dünnen Kompresse. Die Kolloid-Matrix sorgt für eine feuchte Wundumgebung und unterstützt so die Heilung. Sie verhindert das Verkleben des Verbandes mit der Wunde und macht einen schmerzlosen Verbandswechsel möglich. Die Kompresse hat nach Angaben des Herstellers eine Absorptionskapazität von zwei Standardkompressen. Die mittlere Tragedauer des Verbandes betrug in der Studie 2,5 bis 2,8 Tage.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »