Ärzte Zeitung, 29.08.2008

Wer Schuppenflechte hat, wird immer besser versorgt

Krankheitsschwere nimmt ab, Lebensqualität steigt

HAMBURG (hub). Patienten mit Psoriasis werden in Deutschland deutlich besser versorgt als noch 2005. Das hat eine Auswertung der Daten von 2000 Patienten mit Schuppenflechte ergeben.

Typisches Symptom bei Psoriasis ist die Hautschuppung.

Foto: Essex

Per Fragebogen an behandelnde Ärzte und Patienten wurden Daten von 2009 Psoriasis-Patienten erhoben. Acht Parameter - etwa Schwere der Erkrankung und Lebensqualität - wurden mit den Ergebnissen einer Erhebung von 2005 verglichen (JDDG 6, 2008, 640). Bei allen Parametern gab es eine deutliche Verbesserung: So sank der Schweregrad der Psoriasis (PASI) von im Mittel 12 auf 10 Punkte. Mehr als 10 Punkte entsprechen einer schweren Psoriasis. Ein Grund für den Rückgang: Der Anteil von Patienten, die eine Systemtherapie erhalten hatten, stieg von 33 auf über 50 Prozent.

Professor Matthias Augustin vom Uniklinikum Hamburg-Eppendorf und seine Kollegen vermuten, dass die Einführung der Biologicals in die Psoriasis-Therapie einen Anstoß für die frühzeitigere Verordnung anderer Systemtherapien gegeben hat. Diese Therapien als "First-Line" sind Voraussetzung für die spätere Verordnung von Biologicals.

Parallel zur Abnahme der Krankheitsschwere ergab die Studie eine gestiegene Lebensqualität. Fehltage am Arbeitsplatz nahmen leicht ab, von 3,9 auf 3,4 Tage im Jahr. Und weniger Patienten mussten stationär behandelt werden. Ihr Anteil sank von 23 auf 20 Prozent.

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