Ärzte Zeitung, 12.12.2008

Probiotika stützen Diät bei Neurodermitis

MÜNCHEN (sto). Eine allgemeingültige Diät bei Neurodermitis gibt es nicht. Ernährungsempfehlungen müssen sich immer individuell nach den Auslösefaktoren einer Allergie richten.

Die für Neurodermitiker propagierten Diäten, etwa ein genereller Verzicht auf tierisches Eiweiß, bergen die Gefahr einer Mangelernährung, warnte der Ernährungswissenschaftler Dr. Jörg Hüve aus Oldenburg bei einer Veranstaltung der Klosterfrau Healthcare Group in München.

Meist beschränken sich Allergien auf ein oder zwei Nahrungsmittel. Bei Kindern stehen Hühnerei, Kuhmilch, Weizen und Soja an erster Stelle der Auslöser, gefolgt von Nüssen und Fisch. Bei Erwachsenen verschlechtern vor allem Gemüse- und Obstsorten, Nüsse, Gewürze und Kräuter sowie Pollen aufgrund einer Kreuzallergenität das Hautbild.

Neurodermitis-ähnliche Symptome können bei empfindlichen Menschen auch durch Histamin, Tyramin und Serotonin entstehen, die in besonders hohen Konzentrationen in Käse, Fisch, Wurst, in einzelnen Obst- und Gemüsesorten sowie in Rotwein und frisch gebrautem Bier enthalten sind.

Durch die Stabilisierung der Darmflora mit Pro- und Prebiotika, die das darmeigene Immunsystem stärken und allergischen Reaktionen vorbeugen, werde eine Diät bei Neurodermitis unterstützt, empfahl Hüve. Dazu müssten genügend Probiotika vom gleichen Hersteller vier bis sechs Monate eingenommen werden.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Hohes Sterberisiko bei Ausbruch in der Adoleszenz

Wenn sich Typ-1-Diabetes in einem besonders vulnerablen Alter manifestiert, brauchen Betroffene viel Aufmerksamkeit. Sie haben ein hohes Risiko, an Komplikationen zu sterben. mehr »

100 Prozent Zustimmung

Die KBV-Vertreterversammlung präsentiert sich in neuer Einigkeit und richtet die Speere – wieder – nach außen. Klare Kante gegenüber dem Gesetzgeber und den Krankenhäusern. "Wir sind auf Kurs", meldete KBV-Chef Gassen. mehr »

Herz-Kreislauf-Risiko von Anfang an im Blick behalten!

Bei RA-Patienten sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen die wichtigste Todesursache. Die aktuellen Therapiealgorithmen zielen nicht zuletzt darauf ab, die Steroidexposition zu begrenzen. mehr »