Ärzte Zeitung online, 24.11.2009

Quecksilber in Creme zum Hautbleichen gefunden

KOBLENZ (dpa). Nach dem Fund von Quecksilberspuren in einer Creme warnt das rheinland-pfälzische Landesuntersuchungsamt (LUA) vor gesundheitsschädlichen Mitteln zum Bleichen der Haut oder Entfernen von Sommersprossen. Das giftige Schwermetall Quecksilber war nach Angaben des Koblenzer LUA vom Montag in einer Creme eines Geschäfts für exotische Produkte nachgewiesen worden.

Bei dem beanstandeten Produkt handelt es sich um "Shirley Medicated Cream" in einem Zehn-Gramm-Kunststoff-Fläschchen mit mint-grünem Verpackungskarton. Bei längerer Anwendung könne diese Lotion eine schleichende chronische Vergiftung verursachen.

In Europa ist Quecksilber in Kosmetika verboten. Die Symptome einer chronischen Quecksilbervergiftung reichen von Kopf- und Gliederschmerzen über Lockerung der Zähne, Verfärbungen an Zahnfleisch und Fingernägeln bis hin zum Gedächtnisverlust.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »