Ärzte Zeitung online, 05.02.2010
Hessen vergibt Fördergeld für Neurodermitis-Forschung
GIEßEN/FRIEDBERG (eb). Für die Arbeit an der Entwicklung eines neuartigen Arzneimittels bei Neurodermitis erhalten die Fachhochschule Gießen-Friedberg, der Fachbereich Medizin der Philipps-Universität Marburg und das Marburger Biotechnologieunternehmen sterna biologicals vom Land Hessen eine Fördersumme von 175 000 Euro.
Das Unternehmen hat einen Wirkstoff entwickelt, mit dem eine ursächliche Therapie bei Neurodermitis Erfolg versprechend scheint. Es handelt sich um ein so genanntes DNAzym, ein enzymatisch wirksames DNA-Molekül, das die Erkrankung an den zellulären und molekularen Wurzeln direkt angreifen soll. Erste Experimente haben bereits positive Effekte des Wirkstoffes aufgezeigt.
Die Aufgabe im aktuellen Forschungsprojekt besteht darin, auf der Grundlage des neuartigen DNAzym-Wirkstoffs ein klinisches Prüfmuster zu entwickeln, das als Basis für toxikologische und klinische Studien dienen kann. Ziel ist es, eine Zubereitung zu finden, die möglichst große Mengen der aktiven Substanz an den Wirkort in der Haut transportiert.
Die Eindringtiefe des Wirkstoffs in die Haut werden die Forscher mit bildgebenden Verfahren und fluoreszenzmarkiertem DNAzym veranschaulichen. Außerdem soll der Einfluss unterschiedlicher penetrationsfördernder Substanzen wie Lecithin, Lanolin oder Bienenwachs und die Langzeitstabilität der entwickelten Formulierungen untersucht werden.

Weitere Beiträge
Weitere Top-Meldungen
[16.03.2010]
Die Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO) führt die auffälligen Blutwerte der deutschen Eisschnellläuferin Claudia Pechstein zu 99,99 Prozent auf eine blande hereditäre Sphärozytose mit beschleunigtem Erythrozytenabbau zurück.
mehr »
[16.03.2010]
Zwei neue Therapiestrategien bei Typ-2-Diabetes haben die in sie gesetzten Hoffnungen in einer großen Studie nicht erfüllt: Weder die Intensivierung der Blutdrucksenkung noch die der Lipidtherapie mit einem Fibrat führten zu weiterer Reduktion von Gefäßereignissen.
mehr »
[16.03.2010]
Gesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) hält ungeachtet anhaltender Kritik an der Einführung einer einkommensunabhängigen Prämie in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) fest. Die vom Kabinett einberufene Regierungskommission werde auf der Grundlage des Koalitionsvertrages konkrete Vorschläge auf den Tisch legen, "wie der Einstieg in ein neues Finanzierungssystem gestaltet werden soll".
mehr »