Ärzte Zeitung online, 21.06.2010

Eichenprozessionsspinner sind wieder unterwegs

Kontakt vermeiden und bei Hautreaktionen Arzt aufsuchen!

MANNHEIM (dpa). Sie sind deutschlandweit wieder unterwegs - die Raupen des Eichenprozessionsspinners, deren Haare allergische Reaktionen auslösen können. Von Bayern bis Mecklenburg-Vorpommern machen sie sich über Eichenblätter her.

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Diese Jahr sind sie etwa zwei Wochen später dran als sonst: die haarigen Raupen des Eichenprozessionsspinners.

© dpa

Derzeit befänden sich viele Raupen, die sich mehrfach häuten, im dritten oder vierten Larvenstadium, sagte Max Reger, Leiter der Abteilung Waldwirtschaft im Landwirtschaftsministerium Baden-Württemberg der Nachrichtenagentur dpa. Ihre Haare enthalten einen Giftstoff, der bei Kontakt Hautausschläge und beim Einatmen Asthmaanfälle auslösen kann.

Der Eichenprozessionsspinner liebt es warm und trocken und bevorzugt lichte Eichenwälder, Waldränder und Einzelbäume. Menschen sollten jeglichen Kontakt mit den Larven des Schmetterlings vermeiden und bei starken Hautreaktionen einen Arzt aufsuchen, rät die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg.

Zu erkennen sind die gefräßigen Raupen des unscheinbaren Schmetterlings vor allem an den langen Haaren und daran, dass stets mehrere 100 hintereinanderherziehen - wie bei einer Prozession. Zur Verpuppung sammeln sich die Raupen und bilden in den Bäumen sogenannte Gespinstnester. Auch diese sollten nicht angefasst werden, da sie Larvenhäute enthalten. Bekämpft wird der Eichenprozessionsspinner unter anderem mit einem Absaugen der Nester und mit Pflanzenschutzmitteln.

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