Ärzte Zeitung online, 10.08.2010

Fehlendes Protein Ursache für schuppige Haut bei Peeling-Skin-Krankheit

KÖLN (dpa). Verhornte oder schuppige Haut bei Menschen kann durch ein fehlendes Protein entstehen. Das haben Forscher der Universität Köln in einer gemeinsamen Studie mit Wissenschaftlern der Unis Münster, Berlin, Heidelberg und Kiel herausgefunden.

Die Forscher untersuchten eine seltene erbliche Hauterkrankung, die Peeling-Skin-Krankheit. Diese Erkrankung kann bei Betroffenen schwere Rötungen und anhaltenden Juckreiz hervorrufen. Teilweise löst sich dabei die Haut immer wieder ungleichmäßig am ganzen Körper ab.

Die Wissenschaftler zeigten nach Versuchen an künstlichen Hautmodellen in ihrer Studie, dass die Ursache der Krankheit das fehlende Protein Corneodesmosin ist (American Journal of Human Genetics online) Der Komplettausfall des Proteins in der Körperhaut des Menschen kann schwere Störungen hervorrufen. Corneodesmosin ist wichtig, um absterbende Hautzellen der Oberhaut aneinanderzubinden.

Die Forscher fanden auch heraus, dass durch das Fehlen des Proteins Erreger leichter in die Haut eindringen können und deshalb eine Ursache für Allergien sein können.

Abstract der Studie "Loss of Corneodesmosin Leads to Severe Skin Barrier Defect, Pruritus, and Atopy: Unraveling the Peeling Skin Disease"

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Ärzte können künftig Medizinalhanf verordnen

Nach jahrelanger Debatte regelt das Parlament heute den Umgang mit Cannabis als Medizin völlig neu. Krankenkassen müssen künftig die Kosten im Regelfall erstatten. mehr »

Kein Schmerzensgeld für die künstliche Ernährung des Vaters

Das Münchener Landgericht hat die Klage gegen einen Hausarzt, der einen Patienten vermeintlich unnötig lange künstlich ernähren ließ, abgewiesen. Gleichwohl attestierte es einen Behandlungsfehler. mehr »

Droht Briten eine zweite Creutzfeldt-Jakob-Welle?

In Großbritannien ist ein Mann an einer ungewöhnlichen Creutzfeldt-Jakob-Erkrankung gestorben. Dies nährt Befürchtungen, wonach mehr als 20 Jahre nach der BSE-Krise eine zweite Erkrankungswelle ansteht. mehr »