Ärzte Zeitung online, 18.09.2010

Juckreiz-Patienten offenbar dramatisch unterversorgt

MÜNSTER (dpa). Menschen, die an chronischem Juckreiz leiden, sind in Deutschland nach Medizineransicht dramatisch unterversorgt.

"Bei chronischem Juckreiz haben wir es mit einem Volksleiden zu tun, trotzdem ist es immer noch ein unterschätztes Krankheitssymptom", sagte Professor Matthias Augustin vom Universitätsklinikum Hamburg- Eppendorf (UKE) am Rande einer Konferenz mit rund 150 Juckreiz-Experten aus ganz Deutschland in Münster.

In Deutschland leiden nach einer Studie aus dem Jahr 2009 rund 17 Prozent aller Berufstätigen unter chronischem Juckreiz, vier Prozent davon schwer. "Versorgt sind nur sechs Prozent, etwa die Hälfte aller Betroffenen war nie beim Arzt", sagte Augustin. Juckreiz gilt als chronisch, wenn er über einen Zeitraum von mehr als sechs Wochen anhält.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Antibiotika gegen Rückenschmerzen

Verursachen Bakterien heftige Bandscheiben-Beschwerden? Für Forschungen zur Behandlung von Rückenschmerzen mit Antibiotika wurde jetzt der Deutschen Schmerzpreis verliehen. mehr »

QuaMaDi wird fortgesetzt

Aufatmen im Norden: KV und Kassen haben sich auf den Fortbestand des Brustkrebsfrüherkennungsprogramm QuaMaDi geeinigt. mehr »

Ethikrat sucht nach dem goldenen Mittelweg

Wann ist eine medizinische Zwangsbehandlung fürsorglicher Schutz, wann ein unangemessener Eingriff? Diesen Fragen widmet sich aktuell der Deutsche Ethikrat. mehr »