Ärzte Zeitung online, 30.03.2011

Neurodermitis: Hoffnung durch Hyposensibilisierung

DRESDEN (dpa). Die in der Allergietherapie gebräuchliche Hyposensibilisierung könnte in Zukunft möglicherweise auch Patienten mit Neurodermitis helfen.

Neue Forschungen der Molekulargenetik wiesen auf eine Störung der Barrierefunktion der Haut hin, sagte der Münchner Dermatologe Professor Johannes Ring, am Mittwoch bei der Tagung der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG) in Dresden. Diese Störung führe in Zusammenhang mit einer Abweichung der Immunreaktion zu Neurodermitis.

Mehrere Studien belegten eine Verbesserung dieser entzündlichen Hauterkrankung durch Hyposensibiliserung. Das sei noch kein Routineverfahren, sagte Ring. Spezialisierte Allergologen könnten diese Methode jedoch anwenden.

"Nicht nur Heuschnupfen und Asthma, auch Neurodermitis kann früh immuntherapeutisch behandelt werden", betonte Ring. Zuvor müsse das relevante Allergen durch den "Atopie-Patch-Test" sicher nachgewiesen werden.

Noch bis Samstag diskutieren im Dresdner Kongresszentrum mehr als 3000 Hautärzte neueste Erkenntnisse aus Forschung und Praxis. Das Treffen gilt als bedeutendster Dermatologenkongress im deutschsprachigen Raum.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Amazonas-Volk hat die gesündesten Gefäße weltweit

In einer geradezu heroischen Studie haben US-Forscher Eingeborene der Amazonas-Region zur Calcium-Score-Messung in einen CT-Scanner geschoben. Noch nie wurde ein Volk mit so gesunden Arterien beschrieben. mehr »

Dann ist ein Hausbesuch abrechenbar

Die vollständige und vor allem korrekte Abrechnung der so genannten Leichenschau stellt Ärzte immer wieder vor Probleme. Beispielsweise stellt sich die Frage nach der eigenständigen Berechnung des Hausbesuchs. mehr »

Kiffen schädigt wohl doch Herz und Hirn

Cannabis-Konsum erhöht offenbar doch das Risiko für Schlaganfall und Herzschwäche. Zumindest hat sich ein entsprechender Zusammenhang in einer umfassenden US-amerikanischen Analyse gezeigt. mehr »