Sonntag, 23. November 2014
Ärzte Zeitung, 10.04.2012

Kindler-Syndrom: natürliche Heilung nachgewiesen

FREIBURG (eb). Wissenschaftler um Professor Leena Bruckner-Tuderman, Ärztliche Direktorin der Universitäts-Hautklinik Freiburg, konnten erstmals zeigen, dass das fleckige Hautmuster beim Kindler-Syndrom durch "natürliche Heilung" des Defektes im Gen für Kindlin-1 entsteht.

Obwohl das Phänomen der "natürlichen Heilung" auch bei einigen anderen seltenen Erkrankungen beschrieben wurde, findet sich bei Kindler-Syndrom-Patienten ein besonderes Muster mit tausenden Inseln gesunder Haut neben erkrankten Stellen (Journal of Clinical Investigation 2012; online am 2. April).

Das Kindler-Syndrom wird durch Mutationen im Gen für Kindlin-1, einem Bestandteil der Oberhaut, verursacht.

Bei dieser Erkrankung ist die Haut der Patienten von Geburt an verletzlich und fragil. Sie wird mit der Zeit ungleichmäßig fleckig pigmentiert, trocken, dünn und sieht frühzeitig gealtert aus. Zudem ist das Risiko für Hautkrebs erhöht.

Das Kompetenzzentrum Fragile Haut und das Epidermolysis bullosa-Zentrum an der Universitäts-Hautklinik Freiburg verfügen über die weltweit größte Kohorte von Patienten mit Kindler-Syndrom.

Die neuen Erkenntnisse eröffnen neue Wege für Zell-Therapie, wird Bruckner-Tuderman in einer Mitteilung der Universitätsklinik Freiburg zitiert.

|

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Top-Meldungen

Obamacare: Das hat die Reform für US-Familien gebracht

Wird alles besser mit Obamacare? In Washington State im Nordwesten der USA hat die "Ärzte Zeitung" bei Familien nachgefragt, ob und wie sich das neue Krankenversicherungs­system auf ihr Leben auswirkt. mehr »

Schneller zum Arzt: TK füllt Ärzten den Terminkalender

Die geplanten Termin-Servicestellen sind Ärzten ein Dorn im Auge. Jetzt geht die Techniker Krankenkasse mit einem eigenen Vorschlag voran, der Patienten schneller einen Termin vermitteln soll. Für Ärzte bietet die Kasse Sonderkonditionen an. mehr »

Entwarnung in Hamburg: Ebola-Verdachtsfall bestätigt sich nicht

Nachdem ein Jugendlicher in einer Hamburger Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge Medienberichten zufolge typische Ebola-Symptome gezeigt hatte, gibt es nun Entwarnung: Der Teenager ist nicht mit dem tödlichen Virus infiziert. mehr »