Ärzte Zeitung, 22.07.2004

FUNDSACHE

Hexameter für Herzpatienten

    

Sage mir, Muse, die Taten des vielgewanderten Mannes,

Welcher so weit geirrt, nach der heiligen Troja Zerstörung,

Vieler Menschen Städte gesehn, und Sitte gelernt hat,

Und auf dem Meere so viel' unnennbare Leiden erduldet, ...

 

Odyssee, Erster Gesang

weiter: http://gutenberg.spiegel.de/

Herzpatienten sollten laut die griechischen Klassiker wie Homers Odyssee rezitieren. Denn die Hexameter synchronisieren Atmung und Herzschlag, und der langsame Rhythmus wirkt besonders harmonisierend und stabilisierend.

Diese Empfehlung stammt von einem Team europäischer Wissenschaftler um Henrik Bettermann vom Gemeinschaftskrankenhaus in Witten-Herdecke, berichtet "bild der wissenschaft" online. Sie haben das Zusammenspiel von Atmung und Herzschlag in einer Studie mit 20 Teilnehmern beobachtet.

Bei einer Gruppe wurde kontrollierte Atmung eingesetzt, die andere Gruppe rezitierte langsam und laut aus der Odyssee. Währenddessen wurden Atmung und Herzsignale aufgezeichnet.

Der Homer-Vortrag zeigte eine deutliche Synchronisierung von Atmung und Herzschlag. Der Effekt war stärker als bei willentlich kontrollierter Atmung.

Die Studie wird im American Journal of Physiology veröffentlicht. (ug)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Zahl der Behandlungsfehler stagniert

"Fehler passieren, auch in der Medizin. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass Patienten durch einen Behandlungsfehler zu Schaden kommen, ist extrem gering." So lautete das Fazit von Dr. Andreas Crusius bei der Vorstellung der Behandlungsfehlerstatistik. mehr »

Naturvolk mit erstaunlich gesunden Gefäßen

In einer geradezu heroischen Studie haben US-Forscher Eingeborene der Amazonas-Region zur Calcium-Score-Messung in einen CT-Scanner geschoben. Noch nie wurde ein Volk mit so gesunden Arterien beschrieben. mehr »

Dann ist ein Hausbesuch abrechenbar

Die vollständige und vor allem korrekte Abrechnung der so genannten Leichenschau stellt Ärzte immer wieder vor Probleme. Beispielsweise stellt sich die Frage nach der eigenständigen Berechnung des Hausbesuchs. mehr »