Ärzte Zeitung, 14.07.2005
Fibrinfäden (blau) vernetzen Erythrozyten und Thrombozyten (lila) zu einem Blutgerinnsel. Foto: Yuri Veklich, John W. Weisel, University of Pennsylvania School of Medicine

Fibrinfäden mit dem Laser abgetastet

PHILADELPHIA (ple). US-Forscher haben mit einem Laser etwas Erstaunliches zuwegegebracht: Ihnen ist es gelungen, die mechanischen Eigenschaften von Fibrinfäden zu bestimmen, die in einem Blutgerinnsel die Erythrozyten zu einem Klumpen vernetzen.

Die Forscher entdeckten vor allem, daß sich die Fäden eher verbiegen als strecken und so die Form und die mechanischen Eigenschaften von Gerinnseln bestimmen (PNAS 102/26, 2005, 9133).

Wie die Arbeitsgruppe um Professor John W. Weisel von der Universität von Philadelphia in Pennsylvania berichtet, kann diese Entdeckung durchaus eines Tages klinisch bedeutsam sein.

Denn die mechanischen Eigenschaften könnten sich zum Beispiel durch Antikörper, die an Fibrinfäden in Gerinnseln binden, steuern lassen, mit dem Erfolg, die Balance zwischen Blutung und Gerinnung wieder herzustellen.

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