Ärzte Zeitung, 25.10.2005

Hilft Blutfiltern bei Degeneration der Makula?

CHICAGO (ple). Patienten mit altersbedingter Makula-Degeneration profitieren offenbar von der Entfernung des Fibrinogens, Cholesterins und von Immunglobulin A aus dem Blut. Dies bestätigen Zwischenergebnisse einer Studie, die jetzt bei der Jahrestagung der Amerikanischen Ophthalmologischen Akademie vorgestellt worden sind.

Das als Rheopherese bezeichnete Filtern des Blutes soll dazu beitragen, die Durchblutungsstörungen im Bereich der sehr kleinen Gefäße zu beheben. An der US-Studie von Dr. Ronald Danis aus Madison im US-Staat Wisconsin nehmen 185 Patienten mit trockener altersbedingter Makula-Degeneration teil.

Die Auswertung der Daten von bisher mehr als 40 Patienten ergab, daß nach dem Filtern im Augenhintergrund deutlich weniger Drusen (gelbliche Ablagerungen) vorhanden waren als in der Kontrollgruppe.

Die altersbedingte Makula-Degeneration (AMD) - etwa zwei Millionen Menschen sind in Deutschland davon betroffen - ist die häufigste Ursache für den Verlust des zentralen Sehvermögens bei Menschen über 50 Jahre. Schätzungsweise 30 Prozent der über 85jährigen haben bereits Zeichen einer AMD.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Mehr Pneumonien unter Benzodiazepinen

Benzodiazepine sind bei Patienten, die an Morbus Alzheimer leiden, mit einer Häufung von Lungenentzündungen assoziiert. Für Z-Substanzen gilt das womöglich nicht. mehr »

Schelte für die SPD und die Bürgerversicherung

Bei der Eröffnung des 120. Deutschen Ärztetags nahm BÄK-Präsident Montgomery die Gerechtigkeitskampagne der SPD ins Visier. Lob gab es hingegen für Gesundheitsminister Gröhe. mehr »

Psychotherapie bei Borderline nur mäßig erfolgreich

Spezifische Psychotherapien sind bei Borderline-Patienten unterm Strich zwar wirksamer als unspezifische Behandlungen: Allerdings fällt die Bilanz in kontrollierten Studien eher mager aus. mehr »