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Ärzte Zeitung, 24.05.2006

CT könnte 180 000 Herzangios jährlich ersetzen

Diagnostik bei Polytrauma und fürs Herz sind Schwerpunkte auf dem Röntgenkongreß in Berlin

BERLIN (gvg). Moderne radiologische Verfahren bieten nicht nur schöne Bilder: Richtig eingesetzt können sie auch helfen, Leben zu retten, etwa bei der Versorgung von Patienten mit Polytrauma.

"Eine Untersuchung mit Mehrschicht-Computertomographie (MSCT) kann die für einen Ganzkörperscan nötige Aufenthaltsdauer in der CT-Abteilung bei einem Polytrauma auf 16 Minuten drücken", sagte Privatdozent Reinhard Loose vom Klinikum Nürnberg-Süd bei der Vorab-Konferenz zum Röntgenkongreß in Berlin. Das sei halb so viel wie bei einer konventionellen Spiral-CT-Untersuchung.

    Ganzkörperscan dauert nur noch 16 Minuten.
   

Die schnellere Diagnostik mit MSCT wirke sich auf die Sterblichkeit aus, wie der Präsident der Deutschen Röntgengesellschaft, Professor Maximilian Reiser von der LMU München, unterstrich. So zeige eine noch unveröffentlichte Auswertung des Traumaregisters der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie, daß die Sterberate bei Polytrauma-Patienten, bei denen ein MSCT zur Verfügung steht, bei etwa 20 Prozent liege, im Vergleich zu 22 Prozent bei jenen, bei denen ohne MSCT gearbeitet wird.

"Das MSCT sollte bei diesen Patienten heute der Standard sein", so Loose. Er schätzt, daß in Deutschland bisher etwas mehr als die Hälfte der großen und jede fünfte kleine Klinik entsprechend ausgestattet ist.

Auch die Herzdiagnostik wird auf dem 87. Deutschen Röntgenkongreß bis zum 27. Mai in Berlin ein Schwerpunktthema sein. Reiser setzt vor allem auf die neue Dual-Source-Technik, bei der mit zwei Röntgenröhren gleichzeitig gearbeitet wird. Damit würden auch bei hoher Herzfrequenz gestochen scharfe Bilder der Herzkranzgefäße möglich.

Ein solches Doppelröhren-CT-Gerät steht in der LMU München. "Wir haben jetzt ein Verfahren, das bei der Strahlenbelastung deutlich unterhalb des Durchschnittswerts bei Koronarangiographien liegt", so Reiser in Berlin.

Er hofft, damit zumindest jene 180 000 Koronarangiographien ersetzen zu können, die in Deutschland jährlich aus diagnostischen Gründen gemacht werden, ohne daß eine Intervention angestrebt wird.

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