Ärzte Zeitung, 25.10.2007

Bei angeborenen Herzfehlern ist die Prognose heute gut

NÜRNBERG (eim). Eine häufige Spätkomplikation bei angeborenen Herzfehlern sind supraventrikuläre Rhythmusstörungen. Hausärzte sollten eng mit Kinderkardiologen oder einem speziellen Herzzentrum zusammenarbeiten, empfiehlt Professor Helmut Singer von der Universität Erlangen-Nürnberg.

In Deutschland werden jährlich etwa 5000 Kinder mit Herzfehler geboren. Bei etwa der Hälfte von ihnen ist eine Operation oder eine Therapie notwendig, etwa 90 Prozent erreichen heute das Erwachsenenalter. Medizinische Fortschritte in der Chirurgie, der minimalinvasiven und medikamentösen Therapie hätten zu dieser guten Prognose beigetragen, sagte der Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) bei der Jahrestagung der Gesellschaft in Nürnberg.

Wegen möglicher supraventrikulärer Rhythmusstörungen etwa bei Erwachsenen mit angeborenen Herzfehlern rät Singer zu ausführlicher Anamnese und körperlicher Untersuchung. Manchmal seien zum Beispiel Schwindelgefühle Erwachsener Folge solcher Rhythmusstörungen. Wichtig sei es auch, daran zu denken, dass etwa Übergewicht, Rauchen und Stress den Gesundheitszustand von Patienten mit Herzfehlern mehr als üblich beeinträchtigen könnten.

Topics
Schlagworte
Herz-Gefäßkrankheiten (9760)
Pädiatrie (8371)
Organisationen
DGKJ (99)
Krankheiten
Adipositas (2964)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »